KFC Uerdingen 05

Erfahrung als Mittel – Uerdingen auf dem Weg zum erneuten Aufstieg?

Als Tabellendritter schloss der KFC Uerdingen das Jahr 2018 in der 3. Liga ab. Im Sommer sorgte der Krefelder Fußballklub durch mehrere namhafte Transfers für Aufsehen. Neben dem ehemaligen Weltmeister Kevin Großkreutz verpflichtete der Aufsteiger auch weitere frühere Bundesliga-Akteure wie Dominic Maroh oder Maximilian Beister. Vor zwei Jahren befand sich ehemalige Bundesligist noch in der Oberliga. Nach zwei Aufstiegen in Folge, steht die Mannschaft von Stefan Krämer erneut vor einem historischen Coup. Mit 37 Punkten rangiert Uerdingen nur zwei Zähler hinter einem direkten Aufstiegsplatz. Auch wenn es zum Jahresabschluss eine herbe 4:0-Niederlage in Unterhaching gab, ist die ausgebrochene Euphorie derzeit groß.

Gute Hinrunde – Dennoch Veränderungen im Team?

Mit zwölf Siegen holte Uerdingen die meisten Siege in der 3. Liga. Dass die Torausbeute von lediglich 26 Treffern äußerst mager aussieht, hat mehrere Gründe. In der vergangenen Spielzeit war Lucas Musculus mit 18 Ligatreffern bester Torschütze im Team. In dieser Saison kommt der Stürmer in acht Spielen auf gerade einmal einen Treffer. Durch die Torflaute des 27-Jährigen wurde in der Hinrunde meist Stefan Aigner im Angriff eingesetzt. Der ehemalige Frankfurter ist jedoch gelernter Rechtsaußen, sodass seine Ausbeute von sechs Toren nicht verwunderlich ist. Zusammen mit Linksaußen Oguzhan Kefkir (ebenfalls sechs Tore) führt er die Torschützenliste der Uerdinger an.

Als Konkurrent für Musculus verpflichtete der Verein zu Saisonbeginn eigentlich Samed Yesil. Vom ehemaligen Liverpool-Spieler erhoffte man sich einiges. Bislang konnte sich der 24-Jährige noch nicht wirklich durchsetzen und bringt es auf gerade einmal zwei Einwechslungen. Seit Ende Oktober wurde Yesil jedoch nicht einmal mehr für den Kader nominiert. Aufgrund der kleineren Baustelle im Sturm, scheint ein Neuzugang im Winter möglich zu sein.

Defensiv hat bisher dagegen alles gestimmt. Neben Maroh sorgt auch der erfahrene Kapitän Christopher Schorch für die Stabilität in der Abwehrreihe. Insgesamt musste das Team nur 23 Gegentreffer hinnehmen. Davon kassierten die Krämer-Schützlinge ganze sieben gegen Unterhaching. Sowohl das Hinspiel (1:3), als auch das Rückspiel (4:0) verlor der KFC Uerdingen. In acht Partien blieb Torhüter Rene Vollath jedoch ohne Gegentreffer.

Erfahrung als Mittel zum Aufstieg?

28,6 Jahre betrug der Altersschnitt der Mannschaft im letzten Spiel des Jahres. Die Verpflichtungen mehrerer ehemaliger Bundesliga-Akteure hat dem Team sicherlich Stabilität verliehen. Auf 539 Partien in der höchsten deutschen Spielklasse bringt es der Klub. Keiner der anderen Drittligisten kann bei dieser Zahl auch nur annähernd mithalten.

Sollte der KFC genau so weitermachen wie zuvor, dann ist der Aufstieg ein realistisches Ziel. Im Endspurt der Saison könnte sicherlich auch die Erfahrung der Ex-Bundesligaspieler eine wichtige Rolle spielen.