Foto: Thomas F. Starke/Getty Images
Der 1. FC Magdeburg hat Konsequenzen aus der sportlichen Talfahrt gezogen und sich nach nur acht Zweitligaspielen von Cheftrainer Markus Fiedler getrennt. Auch die Co-Trainer Andreas Schumacher und Saban Uzun wurden mit sofortiger Wirkung freigestellt. Die Entscheidung fiel nach einer intensiven Analysephase in der Länderspielpause, wie Geschäftsführer Otmar Schork am Sonntagabend bestätigte: „Das Vertrauen seitens der Mannschaft in Markus und die Hoffnung auf die Trendwende waren nicht mehr gegeben.“
Fiedler hatte erst im Juni das Amt von Christian Titz übernommen, der zu Hannover 96 gewechselt war. Für den 39-Jährigen, der zuvor im Juniorenbereich unter anderem beim SGV Freiberg, der TSG Hoffenheim und zuletzt beim VfB Stuttgart tätig war, bedeutete das Engagement in Magdeburg seine erste Station als Cheftrainer einer Profimannschaft. Trotz vielversprechender Ansätze blieb der sportliche Erfolg aus: Nur ein Sieg – das 2:1 im Derby gegen Dynamo Dresden am 2. Spieltag – steht zu Buche, sechs Niederlagen in Folge und ein 0:4 gegen Elversberg sorgten für zunehmende Ratlosigkeit im Team.
Ein weiteres Testspiel-Debakel gegen Eintracht Braunschweig (0:6) ließ das Vertrauen endgültig schwinden. Zwar hatte Sportchef Schork Fiedler zunächst noch das Vertrauen ausgesprochen, doch die deutlichen Ergebnisse und die Stimmung im Team führten zum Umdenken. „Nach dem 0:4 gegen Elversberg und dem 0:6 im Test gegen Eintracht Braunschweig herrschte beim Team Ratlosigkeit vor“, erklärte Schork.
Fiedler verabschiedete sich mit ehrlichen Worten: „Es war mir eine große Ehre, für diesen stolzen Traditionsklub zu arbeiten. Leider haben wir zusammen nicht die Ergebnisse erzielt, die wir aufgrund der Leistungen verdient gehabt hätten.“ Er verwies auf den Umbruch im Sommer und die schwierigen Spielverläufe, die in eine „schwer aufzuhaltende Negativ-Spirale“ mündeten.
Interimsweise übernimmt nun das U23-Trainerduo Petrik Sander und Pascal Ibold die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel bei Darmstadt 98 am 19. Oktober. Unterstützt werden sie dabei von Silvio Bankert, dem bisherigen Co-Trainer. Sander bringt reichlich Erfahrung aus der 1., 2. und 3. Liga mit – unter anderem aus Stationen bei Energie Cottbus, dem VfR Aalen, Koblenz und Jena. Seit 2020 arbeitet er im Nachwuchsbereich des FCM. Gemeinsam mit dem 35-jährigen Ibold führte er die U23 in die Regionalliga Nordost, wo das Team aktuell auf Rang acht steht.
Die Suche nach einem neuen Cheftrainer läuft bereits. „Aktuell befinden wir uns in Gesprächen, um den richtigen Trainer für den FCM zu finden“, so Schork.
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