1. FC Nürnberg

1. FC Nürnberg: 4:0-Sieg in Hannover – Kapitän Behrens trifft wieder

Im Montagsspiel der zweiten Liga zwischen Hannover 96 und dem 1. FC Nürnberg feierte der Club einen deutlichen 4:0-Auswärtssieg. Das Duell der beiden Absteiger konnten die Franken für sich entscheiden, obwohl die Nürnberger zeitweise eine Ballbesitzquote von nur 20 Prozent vorzuweisen hatten. Für den FCN könnte dieser Sieg nach zuletzt drei Unentschieden richtungsweisend sein.

Canadi: „So ein Sieg gibt viel Selbstvertrauen“

Nach 45 Minuten stand es in der HDI-Arena in Hannover schon 3:0 für Nürnberg. Der FCN überrollte Hannover 96 förmlich und zeigte sich extrem effektiv und hungrig. Trainer Damir Canadi, der seit Mai 2019 neuer Cheftrainer beim Club ist, war nach dem Spiel sichtlich glücklich, möchte sich aber keinesfalls auf dem Sieg ausruhen. Zu „fcn.de“ sagte er: „Zunächst freuen wir uns über die Punkte – unabhängig von der Höhe des Ergebnisses. Es war ein sehr guter Spielverlauf für uns mit dem frühen Tor. (…)  So ein Sieg gibt viel Selbstvertrauen. Heute haben wir vieles gut und richtiggemacht, jetzt heißt es dies zu bestätigen.“

Verteidiger Georg Margreitter traf gleich zweimal (3., 83.) für den Club. Besonders im Fokus stand allerdings Kapitän Hanno Behrens. Zu Beginn der Saison hatte Behrens zu kämpfen, brachte nicht die Leistung, die ihn vor allem im Aufstiegsjahr 2017/2018 zum stärksten und wichtigsten Spieler für Nürnberg machte. Gegen Osnabrück Ende August stand der 29-Jährige nicht einmal mehr in der Startelf. In den vergangenen zwei Partien tastete sich Behrens wieder an seine Leistung heran, gegen Hannover 96 am gestrigen Abend gelang dem Kapitän sogar ein Tor. Dieses Tor könnte auch eine Schlüsselszene für den zuletzt unzufriedenen Behrens sein. Nach der Partie gibt sich Behrens gegenüber „fcn.de“ gewohnt bescheiden: „In große Feierlaune oder Euphorie wollen wir aber nicht verfallen, das kommt hoffentlich zu einem späteren Zeitpunkt der Saison.“

Der Club zurück in der Spur?

Nürnberg schaffte gegen Hannover etwas, was die Franken in bislang keinem Spiel kder aktuellen Saison onsequent beherzigen konnten: eine stabile Abwehr und eine effektive Offensive. Sowohl hinten als auch vorne kämpfte der Club bis zum Schluss und machte es den Niedersachsen sehr schwer. Es wirkte, als hätte die Mannschaft, die im Sommer 2019 einen großen Umbruch erlebt hat, endlich zusammengefunden. Der zweifache Torschütze und Verteidiger Georg Margreitter lobt die Mannschaftsleistung bei „fcn.de“: „Jeder hat sich reingehauen, die kämpferische Leistung heute war unser Faustpfand.“

Aber natürlich ist auch im Nürnberger Spiel noch Luft nach oben. Trotzdem bewies die Mannschaft von Trainer Damir Canadi, dass es möglich ist, sowohl in der Defensive, als auch in der Offensive ein stabiles Spiel abzuliefern und wenig bis gar nichts zuzulassen. Robin Hack, U21-Nationalspieler und Torschütze zum 3:0, sagte nach der Partie: „Zuletzt hat oft der letzte Tick vor dem Tor gefehlt, der war diesmal definitiv da. Wir wissen, dass wir immer noch Luft nach oben haben, aber über diesen Sieg freuen wir uns natürlich extrem.“