1. FC Nürnberg

Brisantes Frankenderby: Gelingt Jens Keller mit dem FCN die Trendwende?

Die insgesamt 265. Auflage des Frankenderbys zwischen dem 1. FC Nürnberg und der SpVgg Greuther Fürth kommt mit ganz besonderer Brisanz daher. An seinem 49. Geburtstag steht für Jens Keller das Debüt an der Seitenlinie des Clubs an, welches einer bislang missratenen Saison neues Leben einhauchen könnte. Voller Vorfreude präsentierte sich der Cheftrainer des FCN daher auf der Pressekonferenz.

Keller zeigt sich optimistisch

Für seinen Einstand als Nürnberg-Coach hätte es wahrlich unaufgeregtere Varianten gegeben. Auf der anderen Seite bietet das Duell mit dem ungeliebten Nachbarn die wohl einmalige Gelegenheit, mit nur einer Partie die Stimmungslage rund um den Valznerweiher grundlegend zu verändern. Auch Keller scheint sich dessen bewusst zu sein, strahlt vor seinem Trainer-Debüt beim FCN Optimismus aus: „Es gibt doch nichts Schöneres. Das ist doch der Grund, warum wir alle Fußballer geworden sind“, schwärmte der 48-Jährige. Ein „geileres Spiel“ hätte sich der gebürtige Schwabe für seinen Einstand demnach nicht vorstellen können.

Schleusener wohl im Kader

Personell scheint sich die Lage bei den Franken weiterhin zu entspannen. Bis auf Margreitter und Misidjan sowie die verschiedenen langzeitverletzten Torhüter kann Keller aus dem Vollen schöpfen. Im Tor deutet alles auf das Debüt des kürzlich verpflichteten Felix Dornebusch hin, welcher die entstandene Problematik zwischen den Pfosten vorerst lösen soll. Auch Sommerneuzugang Fabian Schleusener könnte erstmals im Dress des Altmeisters auflaufen. Der 28-Jährige wird nach auskuriertem Schienbeinbruch wohl erstmals zum Aufgebot des Clubs zählen.

Ungeklärt bleibt auch, für welche Variante sich Keller in der Offensive entscheidet. Die rechte Außenbahn könnte sowohl von Iuri Medeiros als auch von Felix Lohkemper beackert werden. Auf der Spielmacher-Position deutet vieles darauf hin, Nikola Dovedan die Fäden ziehen zu lassen, wenngleich der Österreicher zuletzt wenig überzeugend agierte. Allerdings lässt sich dies in einer kollektiv unterperformenden Mannschaft wohl über verschiedene Akteure sagen. Ändern soll sich jenes am morgigen Sonntag. Das 265. Frankenderby ist gewiss ein ganz besonderes.