1. FC Nürnberg

Leihe oder Kauf: Was plant Union Berlin mit Nürnbergs Kevin Goden?

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Der Kader des 1. FC Nürnberg ist mit 32 Mann nicht nur für den Geschmack von Sportvorstand Robert Palikuca und Trainer Damir Canadi zu groß. Dem zuletzt an Wehen Wiesbaden ausgeliehenen Törles Knöll sollen weitere Abgänge folgen. Es ist kein Geheimnis, dass Kevin Goden seit geraumer Zeit einer der Top-Kandidaten für einen Wechsel ist. Nun soll Union Berlin den 20-Jährigen im Visier haben, um den es wegen einer Verletzung zuletzt ruhiger geworden war.

Konkurrenz beim Club zu groß

Wie „liga.zwei.de“ berichtet, planen die Köpenicker, den Mann für die rechte Außenbahn fest zu verpflichten. Anschließend wolle man den Youngster direkt weiterverleihen, um ihm Spielpraxis zu geben. Diese Absicht verfolgen jedoch auch die Franken. Wie im Fall Knöll glaubt man beim Club an die Qualitäten des Spielers und will ihn daher lediglich verleihen. In Nürnberg hat der in Bonn geborene und vor einem Jahr aus der Jugend des 1. FC Köln geholte Goden allerdings einen schweren Stand.

Mit Enrico Valentini und Neuzugang Oliver Sorg hat Canadi bereits zwei gestandene Rechtsverteidiger zur Auswahl. Der durch seine enorme Geschwindigkeit bestechende Goden kann zwar auch offensiver agieren, doch hier ist der Zweitligist allen voran mit Iuri Medeiros ebenfalls gut besetzt. Schon in der letzten Erstliga-Saison war Goden weit davon entfernt, Stammspieler zu sein. Fünfmal kam er im Oberhaus zum Einsatz und machte da unter anderem gegen Bayern München und Bayer Leverkusen über jeweils 90 Minuten eine gute Figur.

Lässt Nürnberg Goden gehen?

Typisch für Godens Spielstil sind seine unwiderstehlichen Tempoläufe. Zu Beginn der abgelaufenen Rückrunde zog er sich jedoch eine Muskelverletzung zu und wurde fortan nicht mehr bei den Profis eingesetzt. Auch derzeit steht Goden aufgrund eines Außenbandrisses im Sprunggelenk nicht auf dem Platz. Wie schon häufiger in der vergangenen Spielzeit tat er das zum aktuellen Saison-Start ohnehin nur bei der zweiten Mannschaft in der Regionalliga Bayern. Hier konnte er noch vor einem Monat bei zwei Auftritten sein Potenzial mit einem Tor und zwei Assists mehr als andeuten.

Es muss deshalb bezweifelt werden, dass Nürnberg sein Talent ohne Not dauerhaft nach Berlin ziehen lässt. Sein Vertrag läuft noch bis 2021, seine hervorragenden Anlagen sind unbestritten. Sollte Union dem Absteiger nicht überraschenderweise ein unmoralisches Angebot machen, dürfte Palikuca also eher versuchen, Goden bis zum Transferschluss am 2. September um 18 Uhr auf Leihbasis woanders unterzubringen. Fraglich ist auch, ob es Union im Falle eines Transfers in solch kurzer Zeit überhaupt gelingen sollte, einen passenden Leih-Verein für Goden zu finden.

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