Foto: "Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images"
Der Wind dreht sich beim 1. FC Nürnberg. Nach dem erneut leichtfertig verspielten Dreier gegen Regensburg ist der FCN seit drei Liga-Partien sieglos. Den hohen Erwartungen hinkt der Club praktisch seit Saisonbeginn hinterher, was im Nürnberger Umfeld zunehmend für Unmut sorgt. Das Duell im DFB-Pokal gegen den schwächelnden 1. FC Kaiserslautern soll die Wende einleiten, auch um die Position von Trainer Damir Canadi zu stärken.
„Intern lasse ich diese Diskussion ganz sicher nicht zu“, sagte Sportvorstand Robert Palikuca zur Trainer-Frage beim Altmeister. Nach dem verpassten Dreier gegen Regensburg waren in den sozialen Medien erstmals vermehrte Forderungen nach einem Wechsel auf der Trainerbank laut geworden. „Die Unmutsbekundungen im Stadion oder den sozialen Foren sind nach so einem frustrierenden Spiel nachvollziehbar“, zeigte der Sportvorstand gegenüber „BILD“ Verständnis. „Ich sehe aber tagtäglich ein Trainerteam, das sehr selbstkritisch und einsichtig alle Fehler analysiert und die Mannschaft in vielen Bereichen kontinuierlich weiterentwickelt.“
Eine Weiterentwicklung sollte bestenfalls auch in Kaiserslautern zu sehen sein. Auf dem „Betzenberg“ erwartet den FCN keine unlösbare Aufgabe. Auch der Traditionsverein aus der Pfalz kommt in dieser Saison bislang kaum in Tritt und findet sich momentan auf Tabellenplatz 17 der 3. Liga wieder. Ursprünglich hatte der langjährige Bundesligist die Rückkehr ins Unterhaus als Ziel vorgegeben, doch auch unter Neu-Coach Boris Schommers blieb die Wende bislang aus.
Der Name Schommers weckt beim 1. FC Nürnberg noch junge Erinnerungen. Als Assistent von Cheftrainer Michael Köllner übernahm Schommers nach dessen Beurlaubung, konnte den kaum vermeidbaren Abstieg allerdings nicht mehr verhindern. Gerne hätte der 40-Jährige auch in der 2. Liga auf der Trainerbank des Clubs gesessen, doch Sportvorstand Palikuca entschied sich für die Lösung mit Wunschtrainer Canadi. Da Schommers keine Ambitionen hegte, erneut die Rolle des Assistenztrainers zu übernehmen, trennten sich die Wege im vergangenen Sommer. Nun könnte der Lauterner Coach für seinen Ex-Klub zum Stolperstein werden – und die Trainerdiskussion bei den Franken nicht gerade mindern.
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