Foto: imago images/Gerardo Santos
Mit dem Aufstieg in die Bundesliga bricht in Bielefeld gewissermaßen eine neue Zeitrechnung an. Nach elf Jahren Abstinenz eröffnet die Rückkehr ins Oberhaus dem Traditionsverein schließlich die Perspektive, wieder dauerhaft im Konzert der 18 besten deutschen Profi-Klubs mitzuspielen. Dafür gilt es jedoch im ersten Schritt, den direkten Wiederabstieg zu vermeiden. Mithelfen soll dabei offenbar Zaidu Sanusi.
Der Verteidiger läuft seit dem Vorjahressommer für CD Santa Clara auf. Der Klub von den Azoren war 1999 erstmals in die Primera Divison aufgestiegen und absolviert aktuell seine fünfte Saison in der höchsten portugiesischen Spielklasse. Nach 28 Spieltagen belegte man den achten Platz und hat damit die Chance, die aus dem Vorjahr stammende beste Saisonplatzierung der Vereinsgeschichte (Rang zehn) noch einmal zu übertreffen.
Vor der jüngsten Niederlage gegen Boavista Porto war CD Santa Clara in den ersten vier Partien nach der Corona-Pause ungeschlagen geblieben. Noch am vergangenen Dienstag bestätigten die Insulaner gegen Rekordmeister Benfica Lissabon eindrucksvoll ihre starke Form und schlugen den Titelanwärter um Ex-BVB-Profi Julian Weigl spektakulär mit 4:3. Entscheidenden Anteil am Überraschungscoup des Teams aus Ponta Delgada hatte Zaidu. Der 23-Jährige überwand den früheren Stuttgarter Odysseas Vlachodimos mit einem sehenswerten Kopfball und erzielte so die zwischenzeitliche 2:1-Führung des Außenseiters. Für Zaidu war es der erste Saisontreffer, hinzu kommen zwei Vorlagen.
Von seinem Trainer João Henriques wird der nominelle Innenverteidiger meist als linker Verteidiger aufgeboten. Der Nigerianer ist allerdings auch auf dem rechten Flügel einsetzbar. Im bisherigen Saisonverlauf hatte sich der Linksfuß mit starken Leistungen in den Fokus zahlreicher Vereine gespielt. Sein Vertrag bei CD Santa Clara läuft noch bis 2022. Unter anderem soll der FC Porto ein Auge auf ihn geworfen haben. Laut der portugiesischen Zeitung „Record“ spricht jedoch vieles für einen Transfer nach Bielefeld. Den Ausschlag für die Ostwestfalen dürfte letztlich die Aussicht auf ausreichend Spielpraxis gegeben haben.
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