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FC Schalke 04

Džeko leitet Schalke-Aufholjagd ein: „Wir haben ihn gebraucht“

Edin Džeko, FC Schalke 04

Erstmals im Schalker Trikot, erstmals auf dem Platz und direkt ein Treffer. Edin Džeko hat bei seinem Pflichtspieldebüt für den FC Schalke 04 sofort ein Zeichen gesetzt und mit seinem Tor die späte Aufholjagd gegen den 1. FC Kaiserslautern eingeleitet.

Premieren-Tor für Džeko

Der Moment kam spät, aber mit Wucht. Schalke lag in der Schlussphase 0:2 zurück, das Spiel war eigentlich entschieden. Doch dann war Džeko da. Der 39-Jährige behauptete einen hohen Ball, setzte sich körperlich durch und vollendete in typischer Džeko-Manier. Ein klassischer Džeko-Treffer: robust, abgeklärt, effizient. „Man vergisst nie, Tore zu schießen“, sagte der Bosnier danach bei Sky trocken.

Dabei war sein Einsatz ursprünglich deutlich kürzer geplant. „Geplant waren 15 Minuten, aber wir haben ihn gebraucht“, erklärte Trainer Miron Muslic. Und Džeko lieferte. Nicht nur mit dem Tor, sondern auch mit seiner Präsenz. „Er bringt das Stadion zurück, er bringt die Hoffnungen zurück“, so Muslic. Genau diese Wirkung hatte der Treffer: Plötzlich war wieder Glaube da, auf dem Platz und auf den Rängen.

Für Džeko selbst war das Tor mehr als ein gelungener Einstand. Es war ein Statement. „Ich sehe das nicht als zweite Liga. Ich sehe, dass ich für Schalke spiele“, sagte er. Dass er gleich bei seinem Debüt traf, machte den Abend für ihn besonders. Der Punktgewinn fühlte sich für ihn trotz verpasstem Sieg „ein bisschen wie ein Sieg“ an.

„Wird uns sehr helfen“

Auch Kapitän Kenan Karaman hob die Bedeutung des Neuzugangs hervor. „Ein großartiger Spieler mit einer großen Karriere. Er wird uns sehr helfen, mit seiner Erfahrung und seiner individuellen Klasse.“ Durch Džeko verändere sich das Spiel automatisch, weil er vorne Bälle festmachen und Mitspieler in Szene setzen könne. Sein Tor sei der Auslöser gewesen, dass Schalke noch einmal ins Spiel zurückgefunden habe.

Ob Džeko beim späteren Ausgleich noch leicht am Ball war, blieb nebensächlich. „Ein bisschen habe ich was gespürt“, sagte er mit einem Lächeln, überließ den Treffer aber Karaman. Wichtiger war die Symbolik seines Debüt-Tors. Schalke hat mit ihm einen Spieler bekommen, der in entscheidenden Momenten Verantwortung übernimmt und immer noch eine überragende individuelle Qualität hat.

Nächste Woche hat man den Reviernachbarn aus Bochum vor der Brust und wünscht, dort den ersten Sieg im Jahr 2026 einzufahren. Ob Džeko dann schon in der Startaufstellung steht, bleibt abzuwarten.