Christof Koepsel/Getty Images
Timo Becker arbeitet beim FC Schalke 04 weiter daran, zu seiner alten Stärke zurückzufinden. Nach einem Innenbandriss im rechten Knie, der ihn rund drei Monate außer Gefecht setzte, ist der 28-Jährige zwar wieder Stammspieler, doch an sein Niveau aus den ersten Saisonwochen konnte er bislang nur phasenweise anknüpfen.
Bis zu seiner Verletzung am siebten Spieltag war Becker ein wichtiger Leistungsträger und Führungsspieler in der Defensive. Seit seiner Rückkehr wirkt sein Spiel jedoch noch nicht durchgehend stabil. Selbst Becker sieht die Gründe dafür vor allem in der langen Pause. „Ich fühle mich fit. Aber es ist schon ein Unterschied, wenn man drei Monate raus war und von außen gesehen hat, wie die Mannschaft drei Monate gearbeitet hat“, erklärte der Verteidiger gegenüber der „WAZ“.
Ein weiterer Faktor ist seine neue Rolle auf dem Platz. Während er zuvor meist als rechter Innenverteidiger in einer Dreierkette agierte, kommt er inzwischen überwiegend als Rechtsverteidiger in einer Viererkette zum Einsatz. Diese Umstellung bringt andere Anforderungen mit sich und erschwert den Wiedereinstieg zusätzlich.
Beim spektakulären 5:3-Heimsieg gegen den 1. FC Magdeburg zeigte Becker eine leicht verbesserte Leistung, wurde nach einer Gelben Karte aber vorzeitig ausgewechselt. Dennoch sieht er sich auf dem richtigen Weg zurück zu seiner Bestform. „Man muss echt hervorheben, wie gut wir da waren in dieser Hinrunde. Und wenn man da dann nur ein Teil von einer kurzen Serie war, ist es schwer, den Flow, den sich das Team erarbeitet hat, wieder aufzunehmen“, sagte Becker selbstkritisch.
Trotz seiner persönlichen Situation erlebte der gebürtige Gelsenkirchener nach dem Magdeburg-Spiel einen besonderen Moment, als die Mannschaft gemeinsam mit den Fans in der Nordkurve feierte. „Wir waren alle da oben. Es war unfassbar laut. Das habe ich auch noch nicht erlebt“, berichtete der Schalke-Fan begeistert.
Gleichzeitig mahnt Becker zur Vorsicht im Aufstiegsrennen. „In jedem Spiel ist es 50:50. Die 2. Liga ist so eng“, betonte er und machte deutlich, dass sowohl er persönlich als auch die Mannschaft weiter hart arbeiten müssen, um ihre Ziele zu erreichen.
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