IMAGO / RHR-Foto
Beim Zweitliga-Spitzenreiter FC Schalke 04 ist es zur vorzeitigen Trennung von Amin Younes gekommen. Ein interner Streit soll dabei eine zentrale Rolle gespielt haben. Wie die „BILD“ berichtet, geriet der 32-Jährige in der vergangenen Woche mit Torhüter Loris Karius aneinander. Das Wortgefecht habe bei den Verantwortlichen die Sorge verstärkt, „dass ein unzufriedener Younes das Kabinenklima mitten im Aufstiegskampf schwer belasten könne.“
Sportlich war die Situation ohnehin verfahren. Trainer Miron Muslic hatte bereits früh deutlich gemacht, dass der Offensivspieler keine tragende Rolle mehr einnimmt. Vor dem Hinrundenspiel in Magdeburg erklärte er unmissverständlich: „Amin Younes war während der siebenwöchigen Vorbereitung bei uns kein einziges Mal Thema. Er war auch an den vergangenen fünf Spieltagen kein Thema.“ Zwar kam Younes im Saisonverlauf auf 31 Pflichtspiele (zwei Tore), doch seine Einsatzzeiten blieben überschaubar.
Spätestens nach dem Wintertransferfenster verschlechterten sich seine Perspektiven weiter. Mit Offensiv-Zugängen wie Adil Aouchiche, Dejan Ljubicic und Edin Dzeko setzte Schalke klare Zeichen im Aufstiegsrennen. In der Hinrunde kam Younes lediglich auf fünf Einsätze und insgesamt 223 Spielminuten. Zuletzt gehörte er nicht einmal mehr zum Spieltagskader.
Am Montag informierte Sportvorstand Frank Baumann den Ex-Nationalspieler persönlich über die Vertragsauflösung. „Nach einem aus unserer Sicht sehr erfolgreichen Wintertransferfenster sind die Chancen auf Einsatzzeiten für Amin sehr gering, was wiederum seinem persönlichen Anspruch nicht gerecht wird“, erklärte Baumann. Man wolle ihm daher ermöglichen, „die letzten Chancen, die die noch offenen Wintertransferfenster bieten, zu nutzen.“
Younes verabschiedete sich betont versöhnlich: „Ich bin sehr dankbar für meine Zeit auf Schalke und die Erfahrungen, die ich hier sammeln durfte.“
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