Christof Koepsel/Getty Images
Sportlich befindet sich der FC Schalke 04 auf Aufstiegskurs, doch nicht alle Personalien bleiben ohne Diskussion. Während die Königsblauen elf Spieltage vor Saisonende die Tabelle der zweiten Liga anführen, steht ausgerechnet Fanliebling Timo Becker zuletzt verstärkt im Fokus der Kritik.
Vor allem die Defensive präsentierte sich zuletzt anfälliger als noch in der Hinrunde. Zehn Gegentore in den vergangenen fünf Spielen entsprechen exakt der Anzahl, die Schalke zuvor in 18 Partien kassiert hatte. Becker sieht im Gespräch mit der „WAZ“ dennoch keinen Grund für überzogene Zweifel: „Wir müssen galliger werden. Aber ich weiß nicht, ob das eine Schwachstelle ist.“ Gleichzeitig betont er: „Ich sehe nicht, dass wir hinten so schlecht sind, dass jeder sagen muss: Die Defensive ist schuld.“
Der 28-Jährige befindet sich selbst noch auf dem Weg zurück zu seiner Bestform. Nach einer dreimonatigen Pause wegen einer Knieverletzung wird der gelernte Innenverteidiger derzeit auf der rechten Abwehrseite eingesetzt – eine zusätzliche Herausforderung. „Ich weiß genau, dass ich Gas geben muss, um zu alter Stärke zurückzufinden. Ich werde immer fitter“, erklärte Becker selbstkritisch. Äußere Kritik lässt er dabei bewusst nicht zu nah an sich heran: „Ich lasse mich aber nicht davon leiten, wenn Fans oder Medien sagen, dass ich persönlich nicht gut genug bin.“
Auch die taktische Umstellung von einer Dreier- auf eine Viererkette im Winter sieht Becker nicht als alleinige Ursache für die jüngsten Probleme. Zudem erinnert er daran, dass das Team in der Hinrunde von starken Torwartleistungen profitierte: „Er hat einige Dinger pariert, wenn Spieler im Eins-gegen-eins auf ihn zugelaufen sind.“
Trotz der Diskussionen bleibt das große Ziel unverändert. Der Aufstieg ist greifbar nah, auch wenn er intern noch nicht offen ausgerufen wird. Becker formuliert es dennoch deutlich: „Natürlich geben wir alles dafür, dass nach den elf Spieltagen etwas da ist, was wir in der Hand haben.“ Klar ist für ihn auch, worauf es nun ankommt: „Für uns gibt es nur noch 110-Prozent-Spiele.“
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