Christof Koepsel/Getty Images
Beim FC Schalke 04 wächst die Hoffnung auf die Bundesliga-Rückkehr, doch schon jetzt wird klar: Im Falle des Aufstiegs steht ein größerer Umbruch bevor. Klub-Ikone Tomasz Hajto sieht vor allem im Kader deutlichen Nachbesserungsbedarf und blickt zugleich optimistisch in die Zukunft der Königsblauen.
Für FC Schalke 04 könnte der Traum von der Bundesliga-Rückkehr bald Realität werden – doch mit dem möglichen Aufstieg wachsen auch die Herausforderungen. Klub-Ikone Tomasz Hajto sieht vor allem im Kader erheblichen Handlungsbedarf.
Der frühere Verteidiger, der zwischen 2000 und 2004 für die Königsblauen spielte, blickt mit gemischten Gefühlen auf die Zukunft: „In der ersten Saison wird der Klassenerhalt sehr schwer. Du brauchst eine andere Qualität im Kader“, erklärte er im Interview mit der „WAZ“. Besonders die finanziellen Rahmenbedingungen erschweren die Planung. Hajto ist überzeugt: „Schalke hat aktuell nicht das große Geld, deshalb müssen die Spieler sehr sorgfältig ausgewählt werden. Ich bin mir sicher, dass der Zettel von Baumann mit Spielernamen sehr lang ist.“
Sportvorstand Frank Baumann steht somit vor einer anspruchsvollen Transferphase. Um neue Spieler verpflichten zu können, sollen zunächst Verkäufe notwendig sein. Intern sollen mehrere Leistungsträger wie Soufiane El-Faouzi und Vitalie Becker als potenzielle Kandidaten gelten.
Hajto, der mit Schalke zweimal den DFB-Pokal gewann, erinnert sich gerne an erfolgreiche Zeiten. Besonders ein Name steht für ihn sinnbildlich für damalige Qualität: „Möller hat auf der Klaviatur gespielt wie ein Meister.“ Für die Zukunft fordert er eine ähnliche Mischung im Team: „Im Falle eines Aufstiegs brauche der FC Schalke 04 ebenfalls sechs oder sieben Spieler, die das Klavier tragen, und vielleicht ein oder zwei, die wie damals Möller auf der Klaviatur spielen.“
Auch die aktuelle Mannschaft verfolgt Hajto aufmerksam. Vor dem Spiel am Sonntag (13:30 Uhr) gegen SC Preußen Münster wird er in der Veltins-Arena erwartet – gemeinsam mit weiteren Helden des Pokalsiegs von 2001.
Ein Fragezeichen sieht er bei Winter-Neuzugang Edin Dzeko. „Tore schießen kann Dzeko immer, aber in der Bundesliga gehört mehr dazu“, betont Hajto und verweist auf die intensiveren Anforderungen im Oberhaus.
Trotz aller Baustellen bleibt seine Hoffnung klar: Schalke ist auf dem richtigen Weg zurück zu alter Stärke.
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