Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images
Für die anstehenden Länderspiele gegen Argentinien und Estland hat Bundestrainer Joachim Löw den Schalker Suat Serdar erstmals zur deutschen Nationalmannschaft berufen. Durch konstant gute Leistungen zu Saisonbeginn bei den Königsblauen konnte er sich in die Mannschaft spielen. Um einen Abgang des 22-Jährigen langfristig zu verhindern, will Schalke den ohnehin schon bis 2022 laufenden Vertrag nun noch einmal verlängern. Das berichtet die „Bild“. Dabei wäre der zentrale Mittelfeldspieler um ein Haar gar nicht beim FC Schalke gelandet.
In einem Interview mit der „WAZ“ gab Ex-Schalke-Manager Christian Heidel preis, dass die Gelsenkirchener erst im letzten Moment beim möglichen Deal zwischen Serdars Ex-Verein Mainz und der TSG Hoffenheim dazwischen funken konnten. Serdar war vor allem der Wunschspieler vom damaligen Schalke-Trainer Domenico Tedesco. „Domenico kannte ihn gut aus seiner Zeit als Jugendtrainer in Hoffenheim, da hat er oft gegen Suat gespielt. Auch er hat immer gesagt, dass er ein Riesenspieler ist“, so Heidel.
Tedesco selbst habe vom möglichen Wechsel nach Hoffenheim erfahren und Heidel darüber informiert. Dennoch sei er skeptisch gewesen, ob der Plan seines Trainers funktionieren könne. „Ich habe immer gesagt: Den kann man nicht holen. Wenn der Vertrag ohne Ausstiegsklausel gewesen wäre, hätte Mainz ihn niemals abgegeben“, so Heidel. Aber eben diese Ausstiegsklausel wurde nach Heidels Zeit in Mainz in Serdars Vertrag verankert. „Als ich Mainz verlassen habe, hatte Suat einen anderen Vertrag als zu dem Zeitpunkt, als er zu Schalke gewechselt ist. Von der Klausel wusste ich nichts.“
Umgehend kontaktierte Heidel Serdars Berater. Dieser teilte ihm daraufhin mit, dass er mit einem Verein bereits sehr weit in den Gesprächen war. Dabei handelte es sich um die TSG Hoffenheim. Trotzdem gab es noch eine Wechselmöglichkeit. „Der Wechsel zu Schalke war innerhalb von 48 Stunden perfekt. Suat wollte diesen Wechsel unbedingt.“ Letztendlich wechselte der Mittelfeldspieler dann für 10,5 Millionen Euro zu den Knappen.
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