Hamburger SV

1:0 gegen Nürnberg: Özcan schießt den HSV ins Pokal-Viertelfinale

Dicker Coup für den Hamburger SV, der dem Verein knapp 1,3 Millionen Euro in die Taschen spült: Die Rothosen besiegten am Dienstagabend vor 47.628 Zuschauern den Bundesligisten 1.FC Nürnberg mit 1:0. Berkay Özcan erzielte dabei den goldenen Treffer. Die Franken brachten es das ganze Spiel über nur zu einem einzigen Torschuss.

HSV druckvoller – Nürnberg ohne Torschuss

Ohne Pierre Michel Lasogga und Gideon Jung, dafür mit Fiete Arp im Sturmzentrum startete der HSV gegen den 1.FC Nürnberg ins Achtelfinale des DFB-Pokals. Nach einer langen Abtastphase waren es dann auch die Rothosen, die die erste nennenswerte Aktion der Partie zu verzeichnen hatten. Douglas Santos setzte dabei einen Freistoß aus rund 22 Metern einen knappen halben Meter neben das Nürnberg-Gehäuse. Besser bekam es auch sein Teamkollege Lewis Holtby nur zwei Minuten später nicht hin, der nach einer abgefälschten Ecke ebenfalls an FCN-Schlussmann Christian Mathenia scheiterte (18.). Ansonsten passierte sehr wenig in der ersten halben Stunde.

Die Wolf-Elf hatte deutlich mehr Ballbesitz, Nürnberg zog sich meistens in die eigene Hälfte zurück. Erst nach 27 Minuten ging ein Aufschrei durch das Stadion. Enrico Valentini holt kurz vor dem Strafraum Douglas Santos von den Beinen und die Hamburger forderten einen Strafstoß. Schiedsrichter Harm Osmers entschied korrekt auf Freistoß, den Berkay Özcan aber in die Arme von Mathenia beförderte. Und die Gäste aus Nürnberg? Kamen im ersten Abschnitt nicht mal zu einem Torschuss. Die einzige auffällige Aktion der Köllner-Elf: Der Wechsel von Eduard Löwen für Enrico Valentini (43.). Mit dem 0:0 ging es deshalb in die Pause.

Özcan feiert Treffer – Nürnberg blamiert sich

Der zweite Durchgang begann mit einem Dämpfer für den HSV: Orel Mangala musste verletzt ausgewechselt werden, wurde von Vasilie Janjicic auf dem Feld ersetzt. Keine zehn Minuten später belohnten sich die Wolf-Schüler dann für eine durchaus ordentliche erste Halbzeit. Ein Schuss von Fiete Arp wurde im ersten Versuch noch geblockt. Der Abpraller landete vor den Füßen von Berkay Özcan, der das Leder klug mit der linken Innenseite in der linken unteren Ecke unterbrachte (54.). Der Hamburger Anhang in purer Extase. Und auch in der Folge hatten die Gastgeber mehr vom Spiel und drückten auf den zweiten Treffer.

Wirklich gute Mögichkeiten konnten die Hausherren allerdings nicht kreieren. Das sah auch Coach Hannes Wolf, der in der 70. Minute deshalb reagierte und Tatsuya Ito für Torschütze Özcan auf den Platz. Traurig für alle Nürnberg-Anhänger: Nach 90 Minuten und anschließender Nachspielzeit hatten die Franken nur einen einzigen Torabschluss. Die Norddeutschen schafften es in der Zeit auf 18 Torschüsse. In allen anderen Bereichen war der Hamburger SV ähnlich überlegen. Mehr als 60% Ballbesitz und 55% gewonnene Zweikämpfe zeigen, dass der ehemalige Bundesliga-Dino den Pokalkampf deutlich erfolgreicher angenommen hat, als es der 1. FC Nürnberg und so letztlich völlig verdient in die nächste Runde einziehen konnte.

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