Hamburger SV

HSV-Top-Torschütze Kittel: „Zufrieden darf man niemals sein“

Hamburgs Top-Torschütze Sonny Kittel beschert dem HSV in dieser Spielzeit viele Tore und spielt die wohl beste Saison seiner Karriere. Mit elf Treffern ist er derzeit der erfolgreichste Torschütze in der Hansestadt. Der HSV steht mit 40 Punkten auf Platz zwei der Zweitligatabelle und feilt weiterhin am Wiederaufstieg in die erste Liga. Vor der Partie gegen Hannover 96 am morgigen Samstag spricht der offensive Mittelfeldspieler mit der „BILD“ über seine jüngsten Treffer, wichtige Tore seiner Karriere und die Genesung seiner vergangenen Verletzungen.

Kittel: „Da ist noch Luft nach oben“

Sonny Kittel selbst weiß seine aktuelle Leistung zu schätzen, ruht sich aber auf seinen bisherigen Erfolgen keinesfalls aus. Gegenüber der „BILD“ zeigt sich der 27-Jährige motiviert und hungrig nach mehr: „Elf Tore sind in jedem Fall nicht schlecht. Der Anspruch an mich selbst ist, dass da noch viel mehr geht. Da ist schon Luft nach oben. Mal schauen, was noch geht. Zufrieden darf man niemals sein. Das ist dann der Moment, wo man anfängt nachzulassen.“

Der geborene Gießener möchte sich allerdings nicht nur an seinen Treffern messen, sondern der Mannschaft in jeder Hinsicht zum Erfolg helfen: „Klar, jeder Offensiv-Spieler wird an seiner persönlichen Quote gemessen. Wichtiger ist aber, dass man seine Leistung abliefert, defensiv und offensiv seine Aufgaben erfüllt. Ich will natürlich der Mannschaft mit Vorlagen und Toren helfen.“

Ein Blick in die Tor-Historie

Im Interview spricht Kittel auch über vergangene Treffer, wie zum Beispiel sein „einfachstes“ Tor: „Mein 1:0 gegen Hannover aus dem Hinspiel. Khaled Narey hat mir den Ball quer gespielt und ich konnte ihn ganz leicht reinmachen.“ Das schönste Tor seiner Karriere erzielte der offensive Mittelfeldspieler erst kürzlich: „Mein Treffer aus dieser Saison gegen Fürth zum 2:0. Adrian Fein mit einem herrlichen Pass zu mir. Und ich habe aus der Luft den Ball über den Torwart in den Kasten gehoben.“ Und auch an sein schwierigstes Tor erinnert sich Kittel genau: „Im Mai 2017 vom Strafraum aus für Ingolstadt gegen Leverkusen von links in die rechte Ecke. Das 1:0. Das Video habe ich noch auf dem Handy.“

Klar ist für Sonny Kittel auch, wer sein großes Torjäger Vorbild ist: „In der Bundesliga natürlich Robert Lewandowski. Der Bayern-Stürmer schießt in Deutschland jede Saison wettbewerbsübergreifend mehr als 30 Tore. Er ist einfach unglaublich.“

Um weiterhin erfolgreich Tore zu erzielen, muss auch die Fitness und Gesundheit von Sonny Kittel mitspielen. In den vergangenen Jahren hatte Kittel mit vielen Verletzungen zu kämpfen, die ihn noch nicht ganz losgelassen haben: „Wenn ich sage, dass alles ausgestanden ist, wäre das gelogen. Ich muss mich mit dem Thema im Training auf dem Platz, im Kraftraum oder bei der Behandlung weiterhin befassen. Ich habe mein spezielles Programm, das mich bis zum Ende meiner Karriere begleitet.“