Hannover 96

Abstiegscheck Teil 3: Hannover 96

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Die Ausgangslage

Tabellenplatz 17 und 14 Punkte. 55 kassierte Tore, schlechteste Abwehr der Liga. Nur 21 Treffer erzielt, normalerweise bedeuteten solche Zahlen nach 24 Spieltagen den sicheren Abstieg. Doch aufgrund der schwachen Konkurrenz sind es „nur“ fünf Punkte Abstand auf den Relegationsplatz. Mit dem Torverhältnis von -34 wird es für Hannover jedoch schwer, bei Punktgleichheit an einem anderen Verein vorbeizukommen.

Die Personalsituation

Michael Esser ist in dieser Saison der einzige Spieler, der über seinem Niveau spielt. Mit unzähligen Paraden verhinderte er bereits mehrere Großchancen und glänzte mit starken Reflexen. Ohne den starken Schlussmann sähe es für Hannover ganz Düster aus. Aufgrund seiner Leistungen wurde er bereits des Öfteren zum besten Torwart des Spieltages gekürt.

Die Abwehr, falls man das bei Hannover noch so nennen darf, ist in dieser Saison schlichtweg nicht Bundesliga tauglich. Und das, obwohl bis auf Matthias Ostrzolek (Rippenbruch) und Kevin Akpoguma (Schulterverletzung) eigentlich alle wichtigen Spieler fit sind. Im Spiel gegen Stuttgart offenbarte Hannover zum wiederholten mal eklatante Lücken in der Abwehr und unkonzentriertheit bei gegnerischen Standards. Kein Wunder, dass Thomas Doll kaum Worte nach dem Spiel auf der Pressekonferenz fand.

Im Mittelfeld schmerzen die Ausfällte von Edgar Prib und Jungstar Linton Maina natürlich, auf dem Flügel fehlt Ihlas Bebou. Dennoch wird Angreifer Niclas Füllkrug am meisten vermisst. Der beste Hannoveraner Torschütze der vergangenen Spielzeit fehlt mit seinem Knorpelschaden schmerzlich und es bleibt fraglich, wann er wieder eingreifen kann. Ein wenig Hoffnung macht Neuzugang Nicolai Müller, Rückkehrer Jonathas wirkt fast immer wie ein Fremdkörper. Unterm Strich ist die Offensive schlichtweg zu harmlos, Qualität wäre theoretisch ja vorhanden.

Der Trainer

Ungarn, Saudi-Arabien und Türkei. In diesen Ländern arbeitete Thomas Doll zuletzt als Trainer. In der Bundesliga war er von 2004 bis 2008 bei Hamburg und Dortmund Cheftrainer. Der 52-Jährige bringt also einiges an Erfahrung mit und ist mit seiner direkten Art eigentlich genau der richtige, um die sich im Dauertiefschlaf befindenden Hannoveraner aufzuwecken. Umso frustrierender ist es für ihn, wenn er sich Woche für Woche eine lustlose Leistung ansehen muss.

Wenn es also nicht mal ein Thomas Doll schafft, die Mannschaft zu motivieren und Kampfgeist einzuimpfen, wer soll es dann sonst schaffen? Das Wort „Abstiegskampf“ besteht zur Hälfte aus dem Begriff „kämpfen“. In den letzen Spielen jedoch sah Doll nicht einmal den Ansatz von Abstiegskampf, erschreckend.

Das Restprogramm

Auch im Hinblick auf den Rest der Saison gibt es für Hannover wenig Hoffnung. Das Restprogramm ist schwer, es warten Gegner wie Gladbach, Leverkusen und Bayern. Gegen die direkte Konkurrenz muss der Tabellen 17. nur noch in Augsburg antreten. Ein klitzekleiner Lichtblick könnte womöglich sein, dass es bei den Duellen am 33. und 34. Spieltag gegen Freiburg und Düsseldorf für die Gegner der Hannoveraner um nicht mehr viel geht. Das Szenario tritt jedoch nur ein, wenn 96 bis dahin noch nicht ganz abgeschlagen ist, wonach es im Moment jedoch stark aussieht.

Prognose

Platz 17 – Abstieg.

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