Selim Sudheimer/Getty Images
Mehrere Scouts aus England saßen am Samstagabend beim Heimspiel von Hertha BSC gegen den VfL Bochum (1:1) im Stadion und beobachteten Torwart Tjark Ernst. Der 23-Jährige spielt bei den Berlinern eine starke Saison. Wenig verwunderlich ist deshalb das Interesse von Topklubs aus ganz Europa. Eine im Vertrag enthaltene Klausel erleichtert den Interessenten die Sache erheblich.
Laut Sky haben sich beim vergangenen Heimspiel der Alten Dame mehrere Scouts aus der Premier League ein Bild vom Torhüter gemacht, aber es werden keine spezifischen Namen der Vereine erwähnt. Ernst gilt als einer der spannendsten jungen Torhüter im deutschen Fußball. Mit starken Paraden und konstanter Leistung in dieser Saison, hat sich der gebürtige Stuttgarter unverzichtbar für die Hertha gemacht und bereits mehrmals in dieser Saison den Berlinern Punkte gesichert. In der aktuellen Spielzeit stand Ernst bislang 25-mal in der Liga zwischen den Pfosten. Dabei kassierte er 31 Gegentore. Zudem blieb er starke zehnmal ohne Gegentreffer – aktuell Ligabestwert, gemeinsam mit Schalke-Schlussmann Loris Karius und Marcel Schuhen von Darmstadt 98.
Noch in der Vorsaison galt Ernst statistisch als einer der schwächeren Stammtorhüter der Liga. Er kassierte mehr Tore als erwartet und machte häufiger Fehler, vor allem bei Distanzschüssen. Resultat: Bei abgewehrten Schüssen belegte der Keeper für die Saison 2024/25 den vorletzten Platz aller Zweitliga-Stammtorhüter. Unter dem damaligen Coach Cristian Fiél verlor er zwischenzeitlich sogar seinen Stammplatz an Ersatzkeeper Marius Gesbeck. Doch unter Stefan Leitl zeigte er einen klaren Aufwärtstrend.
Der Vertrag von Ernst läuft 2027 aus. Das Arbeitspapier beinhaltet laut Berichten der Bild eine Klausel von rund 5 Millionen Euro, speziell für Klubs aus den Top-5-Ligen. Für Premier-League-Klubs eine vergleichsweise niedrige Summe. Sollte ein Verein ernst machen, könnte Ernst den Hauptstadtklub relativ unkompliziert verlassen. Neben englischen Klubs sollen laut der Bild auch Borussia Mönchengladbach, Ajax Amsterdam und der FC Porto Interesse zeigen.
Ein Verbleib wird unwahrscheinlicher, je länger der Aufstieg ausbleibt. Aktuell stehen die Berliner nur auf Platz sechs und liegen mit sieben Punkten hinter dem Relegationsplatz. Nach dem 2:5-Debakel gegen den SC Paderborn erklärte Stefan Leitl, dass der Aufstieg abgehakt sei. Auf sportlicher Ebene wäre ein Ernst-Abgang ein herber Verlust für die Berliner. Er könnte durch Ersatzkeeper Marius Gesbeck oder Eigengewächs Tim Goller ersetzt werden. Der 21-Jährige spielt aktuell für Herthas Zweitmannschaft in der Regionalliga Nordost.
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