Foto: Hector Vivas/Getty Images
Linksverteidiger Marvin Plattenhardt ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil der deutschen Nationalmannschaft geworden. So kam er auch bei der WM in diesem Sommer zum Einsatz. Er ist damit der erste regelmäßige Nationalspieler von Hertha BSC seit Arne Friedrich. Daher ist es keine Überraschung, dass verschiedene Clubs aus der Premier League an ihm interessiert sind. Wie wahrscheinlich ist es, dass er den Verein wechselt?
Laut „SPORT BILD“ ist das Interesse von den Premier-League-Vereinen Huddersfield Town und dem FC Everton bestätigt. Hertha wäre demnach wohl ab einer Ablösesumme in Höhe von 25 Millionen Euro gesprächsbereit. Manager Michael Preetz sagte gegenüber „Sky Sport“ bezüglich eines Plattenhardt-Transfers: „Wenn das der Wunsch aller Beteiligten ist und die gesamten Rahmendaten passen, dann werden wir uns mit der Personalie sicherlich befassen.“ Eine grundsätzliche Ablehnung des Deals sieht anders aus. Auch Preetz wird wohl wissen, dass der Moment für einen Abgang äußerst günstig ist. Es wird wohl keinen besseren Zeitpunkt mehr geben, bei dem die Hertha eine so hohe Ablösesumme wie jetzt für Plattenhardt erhalten könnte. Dieser war 2014 einst für lediglich 500.000 Euro in die deutsche Hauptstadt gewechselt.
Obwohl der 26-Jährige absoluter Stammspieler bei den Berlinern ist, ist er nicht unersetzbar. Mit Maximilian Mittelstädt steht sein Nachfolger für die Linksverteidigerposition bereits unter Vertrag. Der 21-Jährige konnte bei seinen Auftritten in der letzten Saison durchaus überzeugen und könnte deshalb Plattenhardts Rolle einnehmen. Vorausgesetzt natürlich, dass Plattenhardt tatsächlich geht.
Auch deshalb ist Hertha wohl grundsätzlich gesprächsbereit. Berücksichtigen muss man allerdings, dass Plattenhardt auch der reguläre Standardschütze bei der Hertha ist. In der letzten Saison erzielte er, allerdings im Gegensatz zu vorherigen Spielzeiten kein direktes Freistoßtor. Zusätzlich war auch Valentino Lazaro bereits in der abgelaufenen Spielzeit für viele Standards verantwortlich. Also wäre die Hertha bei einem Abgang des deutschen Nationalspielers auch nicht direkt unter Druck, einen neuen Standardspezialisten verpflichten zu müssen.
Alles in allem lässt sich festhalten, dass wenn die Hertha ein passendes Angebot erhält, es zu einem Wechsel kommen wird. Dieser wäre dann wohl für beide Seiten sehr lukrativ. So kann die Hertha dann nämlich Plattenhardt für einen sehr guten Preis verkaufen. Der Noch-Berliner kann sich unterdessen auf die sportlich attraktive Premier League freuen. Scheitert ein Wechsel, dann behält Hertha einen sehr soliden und verlässlichen Linksverteidiger. Plattenhardt könnte sich dann weiter im gewohnten Umfeld und mit Stammplatzgarantie entwickeln.
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