Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images
Grundsätzlich müsste beim FC Bayern München rundum zufrieden sein. Denn nach drei Spieltagen steht man mit der maximalen Ausbeute von neun Punkten unangefochten an der Tabellenspitze. In der Realität sieht dies allerdings anders, denn nachdem man seit gestern mit Rafinha einen weiteren verletzten Spieler zu beklagen hat, ist die Bayern-Seele stark getrübt. Besonders deswegen, weil das Einsteigen von Bellarabi durchaus brutal war und Rafinha damit für eine längere Zeit ausfallen dürfte. Nun hat sich Hertha-Coach Pal Dardai zu dieser Thematik geäußert und einen interessanten Vorschlag für den künftigen Umgang mit solchen Übeltätern gemacht.
Im „Sport1-Doppelpass“ stellte der Trainer der Berliner Hertha zunächst klar, dass sich Bellarabi in dieser Szene keinen großen Vorwurf zu machen habe.“Ich glaube nicht, dass es böse Absicht war, dass er ihn verletzten wollte.“ Gleichzeitig betonte er jedoch auch, dass man ein solches Verhalten jedoch auch keineswegs dulden kann. So fordert er in diesen Fällen ein deutlich stärkeres Durchgreifen in puncto Strafen. „Vielleicht müssen wir eine neue Regel machen. Dass der Spieler bei solchen Fouls so lange gesperrt bleibt, wie der Gegenspieler verletzt ausfällt.“
Eine längere Strafe hatte bereits gestern FCB-Präsident Uli Hoeneß gefordert, als er auf das Foul von Leverkusens Bellarabi gegen Rafinha angesprochen wurde. „Das Foul von Bellarabi war geisteskrank“, schimpfe er. „Er wollte ihn vorsätzlich verletzen, der gehört drei Monate gesperrt wegen Dummheit“. Ebenso erbost zeigte sich Bayern-Trainer Niko Kovac nach dem Spiel gegen Leverkusen. „Das ist nicht nur Rot, das ist Doppel-Rot! So langsam reicht es mir!“, stellte er klar. „Wir haben den dritten Bundesliga-Spieltag, und ich habe das Gefühl, dass wir Freiwild sind.“
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