Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images
Das war eine Bruchlandung! Nachdem Hertha BSC im ersten Spiel unter Alexander Nouri (2:1 gegen Paderborn) etwas Auftrieb bekam, erhielten die Berliner mit 0:5 eine herbe Abreibung vom 1. FC Köln. Viele Außenstehende und Insider fragten sich: War es das schon mit dem Interims-Trainer?
Es war eine indiskutable Heimniederlage gegen den tabellarischen Nachbarn 1. FC Köln. So schwach hatte man die Hertha lange nicht gesehen. Unter Jürgen Klinsmann schien sich die Defensive gefestigt zu haben. In den fünf Partien unter seiner Regentschaft stellten die Hauptstädter die beste Abwehr der Liga (vier Gegentore). Vorgänger Ante Covic musste kurz zuvor seinen Platz räumen, nachdem Hertha mit einer ebenfalls erschreckend schwachen Leistung in Augsburg 4:0 geschlagen wurde.
Klinsmann schien die gröbsten Umbaumaßnahmen vollzogen zu haben. Die in dieser Saison untypisch formschwachen Spieler Niklas Stark und Maximilian Mittelstädt nahmen auf der Bank platz. Lukas Klünter, Marvin Plattenhardt, Dedryk Boyata und Karim Rekik bildeten eine solide Abwehrreihe.
Nun kann man argumentieren, dass es nicht Nouris Kader ist, mit dem er arbeiten muss. Als Gegenargument kann man sagen, es ist kein schlechter Kader. Doch warum der ehemalige Cheftrainer von Werder Bremen und dem FC Ingolstadt die funktionierende Abwehr wieder auseinanderriss, eine Fünferkette installierte und die erwähnten Niklas Stark und Maximilian Mittelstädt wieder in das Team holte, bleibt sein Geheimnis. Plattenhardt musste draußen bleiben, ebenso wie Klünter.
Für Außenstehende nicht nachvollziehbar, verteidigten nun Boyata, Rekik und Stark. Außen sollten Mittelstädt und Marius Wolf für Druck nach vorne sorgen. Diese Umstellung ging gehörig daneben. Taktisch klug und gut eingestellt, überrannten die flinken Kölner die löchrige Abwehr. Nouri muss schnell an den Stellschrauben drehen, die ihm bleiben, wenn er nicht mit der Hertha in den Abstiegssumpf steigen möchte.
Am Freitag spielt Hertha bei der Fortuna aus Düsseldorf. Sollte dieses Spiel auch wieder in die Hose gehen, wird die Luft langsam „dünne“, wie der Berliner sagt.
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