Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images
Javairo Dilrosun hatte im Sommer keiner so wirklich auf dem Schirm. Ein unbekannter 20-jähriger Flügelspieler, den Hertha BSC ablösefrei von Manchester City holte. Er eroberte die Liga im Sturm, baute dann stark ab und verpasste nach einer Verletzung den Rest der Hinrunde.
Sein Debüt gegen den FC Schalke 04 hätte kaum besser laufen können. Nach sechs Minuten kommt Dilrosun gezwungenermaßen für den verletzten Karim Rekik in die Partie. Neun Minuten später bereitet der 20-Jährige stark das 1:0 durch Ondrej Duda vor und spielt auch sonst eine gute Partie.
In den nächsten drei Spielen steht er über die vollen 90 Minuten auf dem Platz, liefert teils hervorragende Leistungen und sammelt dabei jeweils zwei Tore und Vorlagen. In der Hauptstadt hob man Manager Michael Preetz bereits in den Himmel für diesen Transfer, den keiner auf dem Zettel hatte.
Dann aber fällt Dilrosuns Form genauso wie die des ganzen Teams. Nach dem 2:0-Erfolg gegen den FC Bayern bleibt Hertha fünf Spiele ohne Sieg, Dilrosun kann nicht an seine starke Frühform anknüpfen. Ihm gelingt nicht mehr so viel wie noch in den Spielen zuvor und sein Selbstvertrauen sinkt zusehends. Coach Pal Dardai wechselt ihn nun immer öfter aus und ein, ist mit den Leistungen seines Schützlings nicht zufrieden.
Zu allem Überfluss verletzt sich der Niederländer dann auch noch bei seinem Länderspieldebüt gegen Deutschland. Für den ebenfalls verletzten Ryan Babel kurz vor der Pause gekommen, muss Dilrosun in der 66. Minute wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel schon wieder runter. Ein trauriges Debüt in der Nationalmannschaft für Herthas Senkrechstarter, der bis zum Start der Rückrunde ausfallen wird.
War es das nun also endgültig schon wieder mit dem Höhenflug des Javairo Dilrosun? Vieles spricht dagegen. Einerseits ist der auf beiden Flügeln einsetzbare Dilrosun erst 20 Jahre alt. Konstant gute Leistungen sind in diesem Alter enorm selten. Ihm fehlt die Erfahrung, um sich von einigen nicht gelungenen Aktionen über mehrere Spiele hinweg nicht unterkriegen zu lassen. Das schwindende Selbstvertrauen ist daher ein zu erwartendes Symptom.
Wichtig ist nun, dass Mannschaft, Trainerstab und auch die Fans daran arbeiten, sein Selbstvertrauen wieder aufzubauen. Denn wenn Dilrosun an sich glaubt, ist er einer von Herthas besten Flügelstürmern. Einen Spielertyp wie ihn haben sie in Berlin sonst nur in Valentino Lazaro, der aber als Rechtsverteidiger gebraucht wird. Die begeisternde Kombination aus Tempo und einem Reichtum an Tricks und Finten, gepaart mit frecher, jugendlicher Torgefahr, bringt frischen Wind ins sonst eher triste Berliner Offensivspiel.
Dilrosun hat also bewiesen, dass er großes Talent besitzt. Nun braucht er vor allem Zeit und ein ruhiges Umfeld, um wieder zu alter Form zurückzufinden. Angesichts der nicht vorhandenen Ablösesumme gibt es keinen Grund, dem grade einmal 20-jährigen nicht die nötige Geduld entgegenzubringen.
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