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Hertha BSC

Kaderumbruch im Gange: Wer Hertha verlassen wird und wer bleibt

Spieler von Hertha BSC nach der Partie gegen Holstein Kiel

Ratlos. Dieses Wort passt ganz gut zum Endspurt von Hertha BSC in dieser Zweitliga-Saison. Eigentlich hätten seit der Kaiserslautern-Partie (0:1) in jedem Spiel drei Punkte Pflicht sein sollen, doch das schaffte die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl nicht. Der Aufstieg ist pfutsch und im Sommer wird man viele Schlüsselspieler verlieren. Eine erste Fussballdaten-Prognose.

Görlich: „Wir werden Qualität verlieren“

Um es vorwegzunehmen: Ja, der Kader wird schlanker werden. Das bestätigte auch Geschäftsführer Dr. Peter Görlich auf der Mitgliederversammlung im Berliner CityCube auf dem Messegelände im April: „Wir werden keinen möglichst großen Kader haben, sondern wir werden einen klaren Kader haben“, so der Manager. Derzeit sind 31 Spieler im Aufgebot der Hauptstädter. Dass Leistungsträger den Verein verlassen werden, sollte bekannt sein. „Wir wissen noch nicht, was in diesem Transfersommer passiert. Aber die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass wir Qualität verlieren werden. Es ist unsere Aufgabe, dass wir nicht die Struktur verlieren“, so Görlich gegenüber etwa 1000 Mitgliedern. Deshalb habe man „Schattenkaderdiskussionen“ geführt, erklärte er.

Zuwachs solle nur in einer bestimmten Altersspanne geben, nämlich zwischen 24 bis 28 Jahren. Görlich nennt diese Profis „Primetime-Spieler“, bei denen man „sicherlich an der einen oder anderen Stelle punktuell Profile suchen“ werde. Neben den „Veteranen“, wird aber auch auf den Nachwuchs geschaut. Görlich verkündete, dass vier Kaderplätze exklusiv an Nachwuchsspieler vergeben werden. „Die Akademie ist ein strategisches Thema“, hob er hervor. Die Entwicklung von Talenten ist nötig, damit Hertha langfristig wirtschaftlichen Erfolg zu verzeichnen kann. Namen verriet Görlich nicht, die Bild nannte aber Niklas Hildebrandt, Jelani Ndi, Soufian Gouram und Selim Telib. Der Sommer wird für die Blau-Weißen richtungsweisend.

Diese Spieler werden Hertha verlassen

Tjark Ernst: Er gilt als einer der besten Keeper der gesamten Liga. Ernst blieb in 32 Zweitliga-Spielen elfmal ohne Gegentor – Bestwert zusammen mit Schalkes Loris Karius. Der 23-Jährige wird von vielen Vereinen umworben, sowohl auf nationaler, als auch internationaler Ebene. Die Ausstiegsklausel, welche bei 5 Millionen Euro ansiedelt, würde wichtiges Geld in die Hertha-Kassen einspülen. Prognose: Sicherer Abgang.

Fabian Reese: Verlängerte im vergangenen Sommer seinen Vertrag vorzeitig bis 2030 und hat Hertha seine Treue geschworen. Ziel war der Aufstieg, doch klappt in diesem Jahr auch nicht. Mit dem Alter von 28 Jahren läuft Reese die Zeit davon, jetzt muss er sich entscheiden. Görlich nennt ihn „das Gesicht, was wir momentan haben“ und wünscht sich seinen Verbleib, Leitl plant mit ihm. Nichtsdestotrotz kann Reese sich ein weiteres Jahr in der zweiten Liga nicht leisten. Zudem wäre ein Verkauf für Hertha finanziell extrem wichtig, sein Fussballdaten-Marktwert liegt bei 6,1 Millionen Euro. Prognose: Abgang.

Kennet Eichhorn: Hat sich in dieser Saison als eines der größten Talente in ganz Deutschland ins Schaufenster gestellt. Eichhorn hat die Qual der Wahl, so gut wie jeder Top-Klub in Europa ist hinter ihm her. Laut Sky möchte der 16-Jährige aber in Deutschland bleiben, mit dem Ziel Champions League zu spielen. Seine Ausstiegsklausel liegt bei 10 bis 12 Millionen Euro, Hertha braucht das Geld. Prognose: Sicherer Abgang.

Marton Dardai: Der Sohn von Pal Dardai ist der letzte Verbliebene, nachdem Bence und Palko Hertha bereits verlassen haben. Der 24-Jährige steht neben Gechter immer in der Startelf und überzeugt mit starken Leistungen. Er steht bei vielen Klubs auf der Liste, unter anderem beim FC Augsburg, die laut der Bild besonders heiß auf ihn sein sollen. Vor zwei Jahren verlängerte Dardai bis 2028 und könnte jetzt im Sommer ebenfalls für wichtiges Geld sorgen. Hertha fordert knapp 5 Millionen Euro. Prognose: Abgang.

Diego Demme: Im Sommer wird wohl Schluss sein. Neben Anfragen aus Deutschland und Italien, gibt es auch die Überlegung die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen. Vertrag läuft aus, Hertha würde sein Gehalt von 2,5 Millionen Euro pro Jahr sparen. Prognose: Sicherer Abgang.

Marten Winkler: Es wird viel zu wenig über diesen Spieler gesprochen. Winkler gehört zu den wichtigsten Akteuren in Leitls 4-2-3-1-System. Auf der rechten Seite wirbelt der Flügelstürmer in Richtung gegnerischen Kasten, hat gegen Fortuna Düsseldorf (5:2) im Robben-Style sehenswert getroffen. Nach Fussballdaten-Informationen scheint ein Abschied immer näher zu kommen. Sein Vertrag bis 2027 würde erlauben noch Einnahmen zu generieren. Prognose: Abgang.

David Kownacki: Wurde von Werder Bremen ausgeliehen, wo Kownacki keine Zukunft hat. Hertha besitzt eine Kaufoption von drei Millionen Euro, die laut der Bild von Werder selbst aber auf eine Million gesenkt wurde. Scheint so, als ob die Berliner die Option nicht ziehen werden. Während der Saison von Pech verfolgt, einmal rotgesperrt und ansonsten verletzt. Prognose: Abgang.

Sebastian Grönning: Wurde vor der Saison ablösefrei verpflichtet, hat einen Vertrag bis Sommer 2027. Grönning stand zuletzt gar nicht im Kader, ist laut Leitl „einen Ticken hintendran“ und dementsprechend nicht im Aufgebot. Es wird mehr von ihm erwartet. Hauptprobleme sind allen voran Tempo und Technik. Da nun Niklas Hildebrandt mit großen Schritten Richtung Profikader zugeht, Luca Schuler immer wichtiger wird, würde Grönning weiter hintendran bleiben, sollte sich nichts ändern. Prognose: Abgang.

John Anthony Brooks: Von Hertha gibt es aktuell keine Signale zur Fortsetzung der Zusammenarbeit. Seit der Rückkehr im Sommer 2024, kommt Brooks nur auf wenige Minuten in einem Spiel. Er war ständig verletzt und musste zuletzt wegen Oberschenkelverletzung pausieren. Absolvierte im Mannschaftstraining vor Magdeburg eine kurze Laufeinheit. Prognose: Sicherer Abgang.

Tim Hoffmann: Spielt derzeit nur für die U23 und wird im Sommer sicherlich wechseln. Es laufen bereits Gespräche mit einigen Drittligisten, schreibt die Bild. Zuletzt gab es Angebote aus Verl und von der Zweitvertretung der TSG Hoffenheim. Transfer im Winter war auch ein Thema, sein Vertrag läuft aus. Wäre ablösefrei zu haben. Prognose: Sicherer Abgang.

Julian Eitschberger: Ein Wechsel im Winter stand im Raum, doch Hertha wollte den Außenverteidiger nicht für Kleingeld abgeben. Resultat war der Verbleib bis mindestens Sommer. Dank seines Vertrages bis 2027, kann die Alte Dame jetzt Geld einkassieren. Sein Fussballdaten-Marktwert liegt bei 2,1 Millionen Euro. Prognose: Abgang.

Linus Gechter: Der Innenverteidiger hat sich in dieser Saison extrem stark entwickelt. Gechter stand immer in der Startelf, verpasste vier Spiele gesperrt oder verletzt. Auch an ihm sind viele Klubs interessiert, zuletzt wurde vor allem von dem Interesse aus Gladbach berichtet. Gespräche gibt es. Der nächste logische Schritt für Gechter wäre – wie bei vielen anderen – die Bundesliga. Einen Wechsel plant er, laut Sky. Vertrag bis 2028 mit einer „lukrativen Ausstiegsklausel“ bedeutet eine Ablöse ist drin für Hertha. Prognose: Sicherer Abgang.

Leon Jensen: Wechselte im vergangenen Sommer zurück nach Berlin. Nach vier Jahren in Karlsruhe verpflichtete Hertha Jensen ablösefrei, doch der 28-Jährige verpasste die meisten Profispiele aufgrund einer Verletzung oder Rückständen. Für ihn ging es für ein Spiel in die U23, wo er 70 Minuten gegen den BFC Preussen (5:0) auf dem Platz stand. Leitl begründet Jensens Abwesenheit damit, dass dieser nach seiner Verletzung „nicht richtig in Tritt gekommen ist.“ Laut dem kicker beschäftigt sich der 1. FC Magdeburg mit dem vertraglich bis 2027 gebundenen Herthaner. Prognose: Abgang.

Jon Dagur Thorsteinsson: Bei Hertha anderthalb enttäuschende Jahre gehabt und noch besitzt noch einen Vertrag bis 2027. Ist seit Winter an SK Brann Bergen in Norwegen verliehen und kommt dort bislang auf zwölf Einsätze, drei Tore und zwei Vorlagen. Spielte zweimal in der Europa League, wo Brann in der Zwischenrunde am FC Bologna scheiterte. Thorsteinsson scheint sich da wohl zu fühlen, eine Kaufoption gibt es aber nicht. Dennoch ist ein Verkauf möglich. Prognose: Sicherer Abgang.

Wer bleiben und spielen wird

Luca Schuler: Bekommt Rückenwind von Leitl, erspielt sich immer mehr einen sicheren Stammplatz. Da Kownackis Verbleib fraglich ist, wird Schuler immer wichtiger. Sein Vertrag läuft noch bis 2027, man kann also auf ihn bauen. Sein Tempo passt hervorragend zu Herthas Umschaltspiel. Prognose: Verbleib sicher und wird spielen.

Toni Leistner: Sein Vertrag läuft im Sommer aus, doch es sind erste Gespräche gestartet. Nach dem 1:1 gegen Braunschweig sagte Leistner gegenüber Reportern, darunter Fussballdaten, in der Mixed Zone: „Gespräche laufen immer. Es gibt immer einen guten Austausch [und] keine Gespräche erst seit einer Woche. Es ist ein langwieriger Prozess.“ Keine Zeit gesetzt bezüglich eines Ergebnisses. Prognose: Wird verlängern.

Josip Brekalo: Hatte laut der Bild eine Klausel im Vertrag, welche das Arbeitspapier automatisch verlängert, wenn er in 50 Prozent aller Spiele startet. Ist gegen Holstein Kiel (0:1) eingetreten. Der 28-Jährige hat für einen massiven Impact in der Offensive gesorgt, musste zuletzt aber rotgesperrt aussetzen. Prognose: Wird bleiben und regelmäßig spielen.

Janne Berner: Der 21-Jährige besitzt einen langfristigen Vertrag bis 2028 und ist im Mannschaftstraining der Profis integriert. Hat gegen den SV Elversberg (0:2) in der Hinrunde sowohl Zweitliga- als auch Pokal-Luft gegen Preußen Münster (5:3 n. E.) schnappen können, ist ansonsten in der Regionalliga im Einsatz. 23 Einsätze, zwei Tore und sieben Vorlagen sprechen für den Rechtsverteidiger. Kann auf mehr Einsätze in der kommenden Saison hoffen. Prognose: Wird bleiben und Einsätze bekommen.

Marius Gersbeck: Im Januar hat sich sein Vertrag laut dem kicker dank einer Klausel um ein weiteres Jahr verlängert. Sein Verbleib war in der aktuellen Zeit also nie in Gefahr. Der Vertreter von Tjark Ernst könnte nach dessen höchstmöglichen Abgang vorerst die neue Nummer 1 werden. Prognose: Verbleib sicher und wird im Tor stehen.

Niklas Hildebrandt: Großes Talent auf der Mittelstürmer-Position. Leitl hat bereits bestätigt, dass er mit Hildebrandt die kommende Saison plant. Nach Verletzung und Erkrankung war der 17-Jährige im Mannschaftstraining integriert und wird vollumfänglich vorbereitet. Wird mit Schuler Konkurrenz auf der Position haben, doch der Trainer hält viel von ihm. Kann also ein Vorteil sein. Prognose: Verbleib sicher und bekommt Einsätze.

Boris Lum: Nach Eichhorn ein weiteres Riesentalent aus der Hertha-Schmiede. Kann aufgrund einer Knieverletzung sportlich nicht mehr eingreifen, hätte gegen Magdeburg die gesperrten Eichhorn oder Paul Seguin ersetzen können. Besitzt laut der Bild zwar eine Ausstiegsklausel in Höhe von drei Millionen Euro, doch wird er in der kommenden Saison auf Startelfnominierungen bei der Hertha hinarbeiten wollen. Prognose: Wird bleiben und bekommt Einsätze.

Soufian Gouram: Kann sowohl defensiv, aber auch offensiv agieren. Gilt als ein feiner Techniker und hat einen guten Blick für die Tiefe, perfekt für Hertha. Gouram war bereits im Winterlager in Portugal dabei und erzielte für die U23 vier Tore und legte vier weitere Treffer vor. Prognose: Verbleib sicher.

Konstantin Heide: Ein weiteres Talent aus der Akademie der Berliner, der seit längerer Zeit im Mannschaftstraining der Profis integriert ist. Stand in 26 Regionalliga-Partien 14-mal im Kasten der U23 und fing sich 31 Gegentore ein, hielt dreimal die Null. Wenn er sich erheblich steigert, könnten Einsätze in der zweiten Liga möglich sein. Prognose: Verbleib sicher, aber erstmal hintendran.

Jelani Ndi: War bis zuletzt aufgrund eines Kreuzbandrisses außer Gefecht gesetzt. Ndi hat aber nun angefangen im Mannschaftstraining mitzuwirken und könnte als Flügelstürmer die Position von Winkler übernehmen. Stand davor auf dem Zettel bei Borussia Dortmund und VfB Stuttgart. Leitl wird – wie bei Hildebrandt – in der kommenden Saison wohl auf ihn setzen. Prognose: Verbleib sicher und bekommt Einsätze.

Selim Telib: Körperlich robuster Box-to-Box-Spieler, also ein interessantes Profil für Trainer und Mannschaft. War in den vergangenen zwei Jahren bereits fünfmal im Profikader, bekam jedoch nie einen Einsatz. In der aktuellen Regionalliga-Saison absolvierte Telib 23 Spiele, in denen er vier Scorer (zwei Tore, zwei Vorlagen) erzielte. Prognose: Verbleib sicher.

Pascal Klemens: Nach einem unnötig langem Hin-und-Her hat der Defensivspieler endlich seinen Vertrag bei Hertha verlängert. Bis 2028 ist Klemens nun in Berlin gebunden, unterschrieb nach dem öffentlichen Druck von Leitl. Hat nun die Chance sich zu beweisen und möglicherweise sich einen Stammplatz zu erspielen. Prognose: Wird bleiben.

Tim Goller: Ein weiterer Nachwuchs-Torwart, der im Mannschaftstraining fest integriert ist. Stand achtmal im Tor der U23 und kassierte in dieser Regionalliga-Saison neun Treffer. Hat wie Heide das Potential Einsätze zu bekommen. Prognose: Wird bleiben, aber erstmal hintendran.

Bei diesen Spielern ist die Zukunft ungewiss

Jeremy Dudziak: War lange verletzt, doch hat sich stark zurückgekämpft. Stand zuletzt immer wieder auf dem Platz und sorgte vereinzelt für gute Aktionen. Es gibt Interesse aus der zweiten Liga, aber auch aus den Niederlanden. Wäre ablösefrei zu haben, da sein Vertrag im Sommer ausläuft. Prognose: Eher Abgang.

Maurice Krattenmacher: Wurde vom FC Bayern München geliehen und sorgte vereinzelt für gute Spiele. Hat sich aber nie wirklich durchsetzen können. Es gibt aktuell Gerüchte, dass Krattenmacher – der gerne ein weiteres Jahr verliehen werden möchte – der Hertha erhalten bleiben könnte durch einen Art Tauschdeal, den Kennet Eichhorn beinhaltet. Gespräche zwischen Hertha und „Kratti“ laufen, das bestätigte auch Görlich, der den Offensivspieler einen „interessanten jungen Spieler“ nennt. Prognose: Verbleib ist möglich.

Niklas Kolbe: Der ehemalige Ulmer wechselte wie Seguin im vergangenen Sommer zur Hertha. Mit einer Größe von 1,96 Metern ist Kolbe ein Hüne in der Defensive. Interessant ist, dass Leitl ihn zuletzt immer mal wieder auf die Außenbahn positioniert, wo der eigentliche Innenverteidiger keine schlechte Figur abgab. Vertrag bis 2027. Prognose: Abwarten, hier kann alles passieren.

Michal Karbownik: Sein Vertrag läuft im Sommer aus, doch Hertha will unbedingt mit ihm weitermachen. Leitl schätzt den Außenverteidiger sehr, der ein absoluter Leistungsträger ist. Werder Bremen hat dem 25-Jährigen eine Offerte unterbreitet. Prognose: Verlängerung ist möglich.

Michael Cuisance: Verlängerte im vergangenen Sommer seinen Vertrag bis 2029, ein klares Bekenntnis zur Hertha. Wie bei Reese war das Ziel der Aufstieg, der aber verpasst wurde. Wie sehr dies seine Zukunft in der Hauptstadt beeinflusst, lässt sich aktuell nicht sagen. Seinen Stammplatz hat Cuisance an Brekalo verloren, musste gegen Kiel auf die Sechs ausweichen. Falls es im Sommer zu einem Abgang kommt, darf sich Hertha über ein Transfererlös freuen. Fussballdaten bewertet Cuisances Marktwert auf 5,7 Millionen Euro. Prognose: Abwarten, hier kann alles passieren.

Kevin Sessa: Hat vor einem Monat in einem kicker-Interview erklärt, er sei „hier nicht fertig“. Der Mittelfeldspieler bekam zuletzt einige Einsätze nach seinen Rückschlägen in der Saison davor. Könnte aber bei den potenziellen Abgängen von Eichhorn und Demme Chancen auf mehr Einsätze bekommen. Sessas Vertrag läuft noch bis 2027. Prognose: Eher Verbleib.

Deyovaiso Zeefuik: Überzeugt immer mal wieder mit starken Leistungen, gilt als lauffreudig und zweikampfstark. Verlängerte im vergangenen Sommer bis 2027, Berichte über einen Sommer-Abgang lassen noch auf sich warten. Prognose: Abwarten, hier kann alles passieren.

Paul Seguin: Wechselte im vergangenen Sommer von Schalke 04 zur Hertha, unterschrieb bis 2027. Ist ein Ball- und Passsicherer Spieler, der neben seines hohen Spielverständnises auch über viel Erfahrung verfügt. Die Verantwortlichen um Sportdirektor Benni Weber zahlten 400.000 Euro an den aktuellen Tabellenersten der zweiten Liga. Seguin ist recht spät in die Saison gestartet, aufgrund einer Wadenverletzung. Prognose: Abwarten, hier kann alles passieren.

Lukas Michelbrink: Derzeit an Energie Cottbus verliehen und hat sich dort zu einem wichtigen Spieler unter Trainer Claus-Dieter Wollitz entwickelt. Michelbrink ist neuerdings A-Nationalspieler Litauens geworden und könnte über die Saison hinaus in Cottbus bleiben. Wollitz wünscht sich ein Verbleib, auch mit Hinblick auf den möglichen Aufstieg. Hertha beobachtet den 20-Jährigen genau und steht weiter am Scheideweg, ob man ihn nun zurückholt oder nicht. Prognose: Bleibt weiter in Cottbus.

Gustav Christensen: Der Däne wechselte im Sommer 2023 ablösefrei zur Hertha, wo er auf 18 Einsätze und eine Vorlage kommt. Für die U23 absolvierte Christensen 24 Spiele (acht Tore, eine Vorlage), ehe er im Februar 2025 an den FC Ingolstadt verliehen wurde. Die Leihe wurde verlängert, in der aktuellen Spielzeit kommt der eigentliche Linksverteidiger auf 36 Einsätze und eine Vorlage, agierte zuletzt auf der linken Mittelfeld-Position. Stand jetzt kehrt er nach Berlin zurück. Prognose: Erneute Leihe.