Hertha BSC

Negatives Eigenkapital: Kommt A-CAP jetzt Hertha zur Hilfe?

Werbung

Hertha BSC steckt erneut mitten in einem Lizenzierungsverfahren. Drei Jahre nach der drohenden Lizenzverweigerung und ein Jahr nach dem man Nachsitzen musste, ist der Klub weiter konfrontiert. Kommt A-CAP jetzt zur Hilfe?

Möglicher Punktabzug für Hertha

Zwar war die Lage vor einem Jahr wegen der 40‑Millionen‑Euro‑Anleihe deutlich bedrohlicher, doch auch diesmal ist die Situation brisant: Der Klub verstößt gegen die Eigenkapitalregel der DFL und muss einen möglichen Punktabzug abwenden.

Zum 31. Dezember 2025 lag das negative Eigenkapital bei 38 Millionen Euro – ein weiterer Rückschritt nach minus 32,5 Millionen im Vorjahr und gut 23 Millionen Ende 2023. Die DFL hat ihre Regeln zwar gelockert und betrachtet inzwischen einen Dreijahreszeitraum, doch Herthas Entwicklung zeigt in keinem Jahr eine Verbesserung. Genau deshalb droht zur Saison 2026/27 eine Sanktion.

Seit Abgabe der Lizenzunterlagen Mitte März herrscht im Klub dennoch vorsichtiger Optimismus. Die Regularien erlauben, negatives Eigenkapital durch nachrangige, zinslose Darlehen oder durch eine Kapitalerhöhung auszugleichen. Und damit rückt Hauptgesellschafter A‑CAP in den Fokus.

Kapitalmaßnahme für Zukunftsrechte?

Nach dem Kollaps von 777 Partners gingen deren Hertha‑Anteile an A‑CAP über. Finanzchef Ralf Huschen sagte im November: „A‑CAP hat uns in den Büchern und will uns schon verkaufen.“ Dennoch soll sich angesichts der kritischen Eigenkapitalentwicklung ein Szenario ergeben haben, in dem A‑CAP – trotz Verkaufsabsicht – kurzfristig Geld bereitstellt. Offiziell bestätigt das niemand, doch Recherchen vom kicker deuten auf eine Kapitalmaßnahme hin, die über Zukunftsrechte abgesichert wurde.

Beim Einstieg von 777 Partners waren bis zu 100 Millionen Euro Eigenkapital vereinbart, 75 Millionen flossen. Die restlichen 25 Millionen, ursprünglich als Puffer für negatives Eigenkapital vorgesehen, gingen mit der Übernahme der Anteile auf A‑CAP über. Dass der Hauptgesellschafter ein Interesse daran hat, Hertha ohne Punktabzug in die neue Saison zu schicken, liegt nahe.

Schlankerer Kader ist realistisch

Unabhängig davon wird der Lizenzetat 2026/27 deutlich schrumpfen. Hohe Abschreibungen haben das Vorjahresergebnis zwar optisch verbessert, die Belastungen folgen nun. Angesichts auslaufender Verträge von Topverdienern wie Diego Demme, John Anthony Brooks und Michal Karbownik ist ein schlankerer Kader jedoch realistisch. Sportdirektor Benjamin Weber und Kaderplaner Bastian Huber arbeiten parallel an Transfererlösen – besonders Kennet Eichhorn, Tjark Ernst und Linus Gechter gelten als mögliche Verkaufskandidaten.

Werbung

Ältere Artikel

Nagelsmann klärt auf: BVB-Star droht WM-Aus

Felix Nmecha bangt um seine WM‑Teilnahme. Der 25-jährige Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund hat sich eine…

29. März 2026

DFB-Team gegen Ghana: Undav wieder auf der Bank?

Julian Nagelsmann steht vor einer kniffligen Entscheidung in der DFB-Elf. Beim 4:3-Sieg gegen die Schweiz…

29. März 2026

DFB-Schock: Tresoldi zukünftig für die Albiceleste?

Mit einem Doppelpack für die deutsche U21-Nationalmannschaft hat sich Nicolò Tresoldi einmal mehr für einen…

29. März 2026

Vor Ghana-Spiel: Schäfer lobt DFB-Team und sieht WM-Chancen

Fußball-Legende Winfried Schäfer, aktuell technischer Direktor beim ghanaischen Fußballverband, freut sich auf das Aufeinandertreffen mit…

29. März 2026

Christian Titz und Hannover feiern neuen Nationalspieler

Zweitligist Hannover 96 dürfte die letzten Länderspiele mit Genuss verfolgt haben. Hannovers Angreifer Mwisho Mhango…

29. März 2026

Klare Kritik: Klose nimmt Stürmer deutlich in die Pflicht

Nürnbergs Trainer Miroslav Klose ist mit seinem Stürmer Noah Maboulou hart ins Gericht gegangen. Klose…

29. März 2026

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Nutzererlebnis bieten zu können. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind.