Hertha BSC

Verpasste Chancen: Hertha muss gegen Bielefeld liefern

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Eigentlich sah alles danach aus, als könnte Hertha BSC endlich wieder richtig oben angreifen. Sieben Siege in Serie, kein einziges Gegentor. Die Blau-Weißen wirkten stabil, reif und bereit für den nächsten Schritt. Doch genau in dem Moment, in dem man hätte durchstarten können, ist Hertha wieder ins Straucheln geraten. Vor dem Duell am Freitagabend gegen Arminia Bielefeld steht der Hauptstadtklub erneut an einem Wendepunkt.

Vom Bollwerk zur Baustelle

Vor den Spielen gegen Magdeburg und Fürth stellte Hertha noch die zweitbeste Defensive der Liga mit lediglich zehn Gegentoren, was den bisherigen Erfolg der Mannschaft perfekt widerspiegelte. Die Niederlage gegen Schlusslicht Magdeburg traf Hertha dann umso unerwarteter und härter. Beim 0:2 zeigte sich eine Mannschaft, die defensiv plötzlich nicht mehr die gewohnte Sicherheit ausstrahlte. In der Trainingswoche legte das Trainerteam deshalb den Fokus klar auf die Arbeit gegen den Ball. Einen Umbau der Abwehr schloss Trainer Stefan Leitl dennoch aus.

Auch im darauffolgenden Spiel gegen Fürth hatte sich diese Entwicklung fortgesetzt: Dreimal ging Hertha in Führung, dreimal ließ man den Gegner zurück ins Spiel. Fünf Gegentore in zwei Partien, eine Zahl, die kaum zur zuvor so stabilen Abwehr passt. Genau diese Defensive, die wochenlang das Fundament des Erfolgs gewesen war, wurde zuletzt zur Schwachstelle. Trainer Stefan Leitl sprach auf der Pressekonferenz vor Bielefeld offen an, dass man „speziell in der Defensive nicht das gespielt hat, was wir uns vorgestellt haben“. Gerade das Fürth-Spiel schmerzt aus Berliner Sicht besonders, denn „wenn du auswärts drei Tore schießt, muss das normalerweise reichen, um drei Punkte zu holen.“

Statt nun ganz oben mitzumischen, liegt Hertha wieder fünf Punkte hinter den Aufstiegsplätzen. Es ist die alte Geschichte der letzten Jahre: Immer dann, wenn der nächste Schritt möglich scheint, lässt die Mannschaft entscheidende Punkte liegen. Der deutliche 6:1-Pokalsieg gegen Kaiserslautern, der eigentlich zusätzliches Selbstvertrauen tanken sollte, wirkte im Liga-Alltag eher wie ein trügerisches Hoch, eine Euphorie, die schnell verpufft ist.

Entwarnung bei Kownacki

Personell gibt es ein Update zu Dawid Kownacki. Der polnische Stürmer hat einen Schlag auf die Achillessehne im Training bekommen, für das Spiel gegen Bielefeld gibt Leitl aber Entwarnung: „Es war schmerzhaft, weil es eine Schürfwunde ist. Er ist sofort in die medizinische Versorgung gegangen, war heute wieder auf dem Platz und steht uns definitiv zur Verfügung“. Dennoch wird der 28-Jährige am kommenden Freitag wahrscheinlich für Luca Schuler Platz machen müssen, da dieser sich in einer großartigen Verfassung befindet.

Anders sieht es bei Maurice Krattenmacher aus: Der 20-jährige Offensivspieler von Bayern München wird wegen einer leichten Sprunggelenksverletzung ausfallen. Weiterhin nicht dabei sind Leon Jensen (Muskelfaserriss) und John Brooks (Sprunggelenk).

Bielefeld als richtungsweisendes Spiel

Mit Arminia Bielefeld wartet nun ein Gegner, den Leitl als „unangenehm“ und „sehr diszipliniert“ beschreibt. Der Aufsteiger spielt trotz einer Durststrecke von vier sieglosen Spielen eine gut Hinrunde und kommt mit viel Struktur nach Berlin.

Für Hertha ist das Duell auch mit Blick auf die Zukunft wichtig: Im neuen Jahr trifft der Hauptstadtklub innerhalb der ersten vier Wochen der Rückrunde auf die aktuellen Top drei der Liga. Umso entscheidender wäre ein Sieg gegen Bielefeld nicht nur für die Tabelle, sondern auch für das Selbstverständnis einer Mannschaft, die endlich beweisen will, dass sie dann liefert, wenn es wirklich zählt.

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