Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images
Beim schwankenden Zweitligisten Hamburger SV spitzt sich die Krise weiter zu. Der Absteiger des vergangenen Jahres verlor heute erneut. Mit 0:3 ließ man sich von den abstiegsbedrohten Ingolstädtern vorführen. Damit warten die Hanseaten nun schon seit sieben (!) Ligaspielen auf einen Sieg. Mittlerweile ist der HSV auch von den Aufstiegsrängen abgerutscht und das klare Ziel „Aufstieg“ droht zu entgleiten.
Bisher stand der aktuelle Chef-Trainer Hannes Wolf jedoch nicht zur Diskussion. Im Kurz-Trainingslager, vor dem Ingolstadt-Spiel, präsentierte die Führungsetage des HSV sich geschlossen mit dem Trainer. Dieser Kredit scheint nun verbraucht zu sein. Nach dem Spiel äußerte sich Ralf Becker (Sportvorstand) gegenüber den Medien zu seinem Trainer.
Dabei vermied der 48-Jährige vehement ein weiteres Treuebekenntnis zu seinem neuen Trainer. „Wir werden das in Ruhe besprechen, ich muss das auch erstmal verarbeiten und dann gibt es da heute nichts mehr dazu zu sagen.“ Heißt im Umkehrschluss: Heute wird der HSV sich nicht von Wolf trennen, für die kommenden Tage dürfte die Situation schon anders aussehen. Mit einem Punkteschnitt von 1,69 pro Spiel, ist er schlechter als sein Vorgänger Christian Titz (1,8), welchem der Aufstieg nicht zugetraut wurde.
Becker erklärt weiter: „Es war einfach so, dass eine Verkrampfung von Anfang an nicht wegzureden ist.“ Die Einstellung der Kicker fällt in den Aufgabenbereich des Trainers. Gut möglich, dass Becker und Co. hier Hannes Wolf Vorwürfe machen. Morgen könnte Union Berlin den Abstand auf den HSV auf drei Punkte ausbauen. Bei zwei ausstehenden Spielen, drohen die Hamburger trotz der Vize-Meisterschaft den Aufstieg noch zu verspielen.
Für Wolf wäre spätestens dann Schluss. „Am Ende geht es immer um das Beste für den Verein“, erklärt Becker. Das Beste scheint ein Wolf-Abgang und das vor den entscheidenden, letzten beiden Spielen gegen Paderborn und Duisburg.
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