IMAGO / Jan Huebner
Die Geschichte des Spiels schrieb Toni Leistner. Der 35-Jährige rückte kurzfristig in die Startelf, da Márton Dárdai wegen Hüftproblemen beim Aufwärmen passen musste. Leistner, der in der Rückrunde bis dahin nur acht Minuten gespielt hatte, spielte seinen „Stiefel runter“, und krönte seine Leistung mit einem Traumtor aus rund 16 Metern. Er zelebrierte seinen Treffer mit einem Purzelbaum in Kombination mit dem „Pisotlero“. Nach 77 Spielen im blau-weißen Trikot ist es für den Innenverteidiger das erste Tor überhaupt für die Hertha gewesen.
Im Sky-Interview sagte er schmunzelnd: „Meine Kollegen wollten ihn schon die ganze Zeit mal sehen“. Leistner kommentierte zudem: „Die Standards haben den Ausschlag gegeben und die Tatsache, dass wir gegen die beste Offensive der Liga hochkonzentriert waren. Wir haben vorn viel Qualität und sind immer für ein Tor gut, der Schlüssel ist dann das Zu-Null“. Zu seinem Traumtor sagte er: „Beim 3:0 dachte ich mir, ich bleibe im Rückraum stehen, vielleicht landet der Ball ja dort – dann hab’ ich mir ein Herz gefasst und einfach mal draufgeschossen.“
Pascal Klemens brachte die Berliner kurz vor der Pause, nach einer Ecke von Paul Seguin, per Kopf in Führung. Kownacki-Ersatz Luca Schuler erhöhte auf 2:0, und Routinier Toni Leistner setzte in der 78. Minute den Schlusspunkt. Elversberg dominierte die erste Hälfte mit mehr Ballbesitz und Spielanteilen und wirkte spielstärker, kam aber kaum zu hochkarätigen Chancen. In der zweiten Hälfte steigerten die Berliner sich, und setzten das Team von Trainer Vincent Wagner früh unter Druck. Dennoch hatte Elversberg in der zweiten Hälfte drei große Gelegenheiten: Le Joncour traf den Pfosten, und Tjark Ersnt parierte gegen Hollerbach und Malanga in kürzester Zeit stark.
Hertha setzte auf eine kompakte Defensive, schnelle Umschaltmomente und ihre Effizienz. Trainer Stefan Leitl erklärte nach dem Spiel: „Wir wollten sehr diszipliniert spielen und die Räume eng halten. Das ist uns aber über weite Strecken gelungen.“
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