Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images
Steffen Baumgart ist es bereits nach nur zwei Bundesliga-Spielen an der Seitenlinie gelungen, in die Annalen der höchsten deutschen Spielklasse einzugehen. Bei der 1:3-Heimniederlage gegen den SC Freiburg holte er sich als erste Trainer der Bundesliga-Geschichte eine Gelbe Karte ab. Für seinen früheren Coach Wolfgang Wolf kam das nicht unerwartet.
Die neuen Regeln sehen vor, dass auch Trainer mit Gelb verwarnt werden. Nach bereits vier Gelben Karten müssen sie ein Spiel von außen zuschauen. Baumgart wurde der erste Leidtragende dieser Regeländerung. Wolf hatte dessen historische Verwarnung allerdings beinahe kommen sehen. „Überrascht war ich eher, dass es ihn erst am 2. Spieltag erwischt hat“, scherzt er im „kicker“. Wolf muss es wissen, er und Baumgart kennen sich ziemlich gut. Der mittlerweile 61-Jährige trainierte ihn einst in der Saison 1998/99 beim VfL Wolfsburg. Baumgart wurde in der Autostadt jedoch nicht glücklich. Nach nur einer Saison und 32 Einsätzen mit fünf Treffern ging der frühere Mittelstürmer wieder zurück zu Hansa Rostock.
Baumgart erzählte dem „kicker“ erst neulich davon, wie er Wolf damals nach dem Abschlusstraining regelmäßig dazu drängte, ihm ausführlich zu erläutern, weshalb er im nächsten Spiel auf der Bank Platz nehmen müsste. „Bei Steffen gab’s immer Redebedarf“, erinnert sich Wolf lächelnd. „Dabei habe ich die Liste immer erst spät ausgehängt. In der Hoffnung, er ist schon weg…“ Den Gefallen tat ihm der heutige Paderborn-Trainer zwar nicht, ihrer Beziehung tat das aber keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil.
Wolf schätzte schon damals die unbequeme Art von Baumgart, die beiden sind längst gute Freunde geworden. Als Trainer von Rostock holte er sich von Januar bis September 2012 Baumgart als Co-Trainer an seine Seite. Inzwischen ist sein früherer Schüler selbst zum Lehrer aufgestiegen und fungiert als Übungsleiter eines Erstligisten. Nach zwei Spieltagen hat man trotz guter Leistungen vor allem aufgrund von Abwehr-Patzern jedoch null Punkte. „Wichtig ist, das wir bei uns bleiben“, so Baumgart in Hinblick auf die offensiv ausgerichtete Spielweise. „Wir haben uns geschworen, nicht davon abzugehen. Man könne jetzt nicht „bei den ersten Schwierigkeiten, die uns ja klar waren, ein Gesicht ziehen.“
Wolf, der neben Wolfsburg und Rostock unter anderem auch den 1. FC Nürnberg und den 1. FC Kaiserslautern trainerte und derzeit in der Regionalliga als Sportdirektor von Lok Leipzig tätig ist, rät Baumgart rein obligatorisch zu mehr defensiver Stabilität. „Steffen weiß selbst, dass die Chancen in der Bundesliga gar nicht so schlecht stehen, wenn die Paderborner das in den Griff kriegen und kompakter stehen.“
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