Dynamo-Entscheidung: Hält Gonther an Trainer Stamm fest?

Sören Gonther hat kaum sein Amt als neuer Sport‑Geschäftsführer bei Dynamo Dresden übernommen, da musste er bereits eine der zentralen Fragen der Winterpause beantworten: Wie geht es mit Trainer Thomas Stamm weiter?
Klartext zur Dynamo-Trainerfrage
Nach der enttäuschenden Hinrunde war die Stimmung im Umfeld gekippt, viele Fans und selbst TV‑Kollegen des früheren Sky‑Experten zweifelten offen daran, ob der Aufstiegscoach noch der richtige Mann sei. Gonther stellte jedoch sofort klar, dass es für ihn keinerlei Diskussion gibt. „Ihn mehr stärken als ich es tue, kann man gar nicht. Ich komme hier nicht hin und mache Tabula rasa“, sagte der 39‑Jährige. Seine Begründung: „Man darf nicht verkennen, was er im ersten Jahr geleistet hat und wie er auf den Nachwuchs gesetzt hat. Das ist sein Verdienst, dass solche Talente wie Friedrich Müller oben zum Zug kamen. Deshalb hat sich die Frage für mich nicht gestellt.“
In seiner Analyse richtet Gonther den Blick vor allem auf den Kader. Die Probleme der Hinrunde seien klar identifiziert worden, entsprechend habe man „die individuelle Qualität erhöht – gerade auf den Positionen, die uns gesamt besser machen“.
Gonther will die Wende schaffen
Im Trainingslager will der neue Sportchef nun tiefer einsteigen. „Ich werde gut reinhören. Diese Softskills drumherum will ich mir anschauen. Dann werde ich auch meine Ideen einbringen“, so Gonther. Teambuilding‑Maßnahmen seien eine mögliche Option. Zudem kündigte er an, künftig noch näher an der täglichen Arbeit von Stamm zu sein: „Wir werden uns die nächste Zeit noch besser kennenlernen. Dass ich noch näher an seine Arbeit auf dem Platz rangehen werde, ist auch klar.“
Zum Ende der Hinrunde hatte es den Eindruck gegeben, Stamm habe sich – auch taktisch – verrannt. Entscheidend wird jetzt sein, wie offen der Schweizer für neue Impulse ist. Seine grundsätzlichen Fähigkeiten stehen für Gonther nicht infrage, vielmehr gehe es darum, dass Trainer und Team gemeinsam den nächsten Entwicklungsschritt gehen. Stamms langfristiger Vertrag bis 2028 schützt ihn zusätzlich.



