Hecking muss gehen: Bochum-Aus nach unter einem Jahr. Pau Barrena/Getty Images)
Paukenschlag im Pott: Der VfL Bochum hat sich nach drei Niederlagen in Folge mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Dieter Hecking und Sport-Geschäftsführer Dirk Dufner getrennt. Das gab der Zweitligist am Montagnachmittag offiziell bekannt.
Seit dem Abstieg in die Zweitklassigkeit konnte der VfL Bochum nicht glänzen. Unter Dieter Hecking, der Anfang November 2024 das Ruder übernahm, holte der Revierklub aus den fünf Spielen nur magere drei Punkte. Die letzten drei Partien gingen allesamt verloren. Obwohl der bereits angezählte Trainer laut Dirk Dufner beim kommenden Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg am Samstagabend „ganz sicher“ auf der Bank sitzen werde, musste er seinen Posten vorzeitig räumen.
Die Entscheidung sei nach einer „ausführlichen Analyse“ gefallen. Der VfL Bochum reagiere damit „auf den sportlich enttäuschenden Saisonstart nach dem vorangegangenen Abstieg in die 2. Bundesliga sowie die ausbleibende Entwicklung der Mannschaft und hat sich nach intensiven Gesprächen mit allen Beteiligten zu diesem schweren Schritt entschieden“, heißt es in einer Vereinsmitteilung.
Trotz des Abstiegs im Sommer als Tabellenletzter wurde Hecking für diese Saison das Vertrauen ausgesprochen. Der 61-Jährige hatte den Klub „in einer prekären Situation in der vergangenen Saison übernommen und zunächst stabilisiert.“ Nach dem Gang in die 2. Bundesliga sollte er den VfL auf dem Fundament der Vorsaison aufbauen und zurück ins Oberhaus führen. Sportliche Fortschritte blieben jedoch aus: Bochum verlor vier der ersten fünf Zweitligaspiele und steht aktuell auf dem 16. Tabellenplatz.
Infolge des sportlichen Fehlstarts wurde auch Geschäftsführer Dufner, der Hecking bis zuletzt den Rücken gestärkt hatte, freigestellt. Der 57-Jährige bekundete bis zuletzt sein „Vertrauen in den Trainer und in die Mannschaft.“ Dies wurde ihm offenbar zum Verhängnis und bedeutete ein schnelles Ende seiner Zeit in Bochum. Dufner war erst im April dieses Jahres vorgestellt worden und hatte ursprünglich einen Vertrag bis 2027.
Wie sich der VfL Bochum personell neu aufstellen will, ist noch unklar. Ab Dienstag wird zunächst U19-Trainer David Siebers die Trainingseinheiten leiten. Der 38-Jährige holte mit den Bochumer Junioren in dieser Saison neun Punkte aus fünf Spielen (Tabellenplatz drei). Eine Pressekonferenz soll zudem Fragen zum weiteren Vorgehen beantworten. Ob es bis dahin konkrete Kandidaten für die vakanten Positionen geben wird, bleibt abzuwarten.
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