Foto: Niklas Heiden
Vertrag bis 30. Juni 2020: Der Hamburger SV hat am Dienstagabend seinen neuen Cheftrainer Hannes Wolf offiziell vorgestellt. Dabei kam auch heraus: Der 37-jährige Wolf bringt keine eigenen Co-Trainer mit und möchte weiter mit Andre Kilian und Maik Goebbels sowie Assistenztrainer Marinus Bester arbeiten.
Nur dreieinhalb Stunden nach der offiziellen Freistellung von Christian Titz präsentierte der Hamburger SV auf einer Pressekonferenz Nachfolger Hannes Wolf. Und gleich zu Beginn stellte HSV-Sportchef Ralf Becker die Gründe für den Wechsel dar. „Es ist eine absolute Überzeugung von mir, dass wir unsere Saisonziele ohne einen Trainerwechsel gefährdet hätten“, erklärte Becker, der anfügte: „Hannes Wolf verbindet viele Dinge, die für uns wichtig sind. Zudem weiß er, wie man aufsteigt und hat es mit dem VfB vorgemacht.“ Dass der Sportchef den Zorn der Fans mit der Entlassung auf sich zog, ist dem 48-Jährigen bewusst. Becker: „Mit ist klar, dass ich mit dieser Entscheidung keinen Beliebtheitspreis gewinnen werde.“
Interessant: Die beiden Co-Trainer Andre Kilian und Maik Goebbels sowie Assistenztrainer Marinus Bester sollen weiterhin im Amt bleiben. Hannes Wolf dazu: „Ich gehe auf alle offen zu und freue mich auf die Zusammenarbeit.“ Wolf, der erst Ende Januar beim VfB Stuttgart beurlaubt wurde und die Schwaben zurück in die Bundesliga führte, kommt als „Trainer des Jahres“ an die Elbe.
HSV-Juwel Fiete Arp hatte nur kurz nach Bekanntwerden der Freistellung, über das soziale Netzwerk „Instagram“, einen Post abgesetzt, der ihn zusammen mit Christian Titz zeigte. Unter dem Bild fügte er wütende Emojis hinzu. Allem Anschein nach wollte er also klarstellen, dass er mit der Entlassung von Christian Titz nicht einverstanden ist. Dies nahmen auch Fans und Beobachter als Unmutsäußerung wahr. Sportchef Ralf Becker kündigte daher auf der Pressekonferenz Konsequenzen an. „Fiete ist ein junger Spieler, trotzdem geht so eine Äußerung nicht. Das ist nicht zu akzeptieren, wir werden das intern ansprechen“, so Becker, der anfügte: „Wir werden an einem Strang ziehen.“
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