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3. Liga

Energie Cottbus dreht Wahnsinnsspiel – Trainer Wollitz geht auf Tauchstation

Energie Cottbus hat im Drittliga-Topspiel gegen Rot-Weiss Essen ein spektakuläres 5:3 nach 1:3-Rückstand gefeiert – doch im Rampenlicht steht erneut Trainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz (60), der nach seiner jüngsten Medien-Kritik demonstrativ schweigt.

Der Coach verzichtete sowohl vor der Partie auf das übliche TV-Interview bei Magenta Sport als auch nach dem Abpfiff auf ein Gespräch – selbst mit Moderator Thomas Wagner, mit dem ihn eine lange gemeinsame Medienhistorie verbindet. Auf der Pressekonferenz blieb Wollitz auffallend kurz angebunden, beantwortete nur zwei Nachfragen knapp und machte deutlich, dass er derzeit mit der Berichterstattung über sich und den Klub unzufrieden ist. Schon unter der Woche hatte er auf weitere Interviews verzichtet.

Cottbus zeigt Aufstiegs-Reife – fünfter Comeback-Sieg 2026

Sportlich sendete Cottbus ein Ausrufezeichen im Aufstiegsrennen. Gegen formstarke Essener, die zuvor sieben Siege in Serie gefeiert hatten, drehte Energie die Partie mit einer emotionalen zweiten Halbzeit und enorme Offensivwucht.

Auffällige Fakten zur Cottbuser Serie:

  • Bereits fünfter Sieg nach Rückstand im Kalenderjahr – ein klares Zeichen für Moral und Fitness.
  • Cottbus gehört mit über 1,8 Punkten pro Spiel zu den konstantesten Teams der Liga.
  • Vor allem zu Hause sorgt die Mannschaft mit hoher Intensität und Offensivdrang für ein überdurchschnittliches Torverhältnis.

Großen Anteil hatten erneut die Fans im Stadion der Freundschaft: Selbst beim 1:3-Rückstand peitschte das Publikum das Team ununterbrochen nach vorn. RWE-Coach Uwe Koschinat (54) sprach später von einem „Kompliment an jeden einzelnen Energie-Fan“ und betonte, man habe gemerkt, dass Cottbus „unbedingt an den Sieg geglaubt“ habe.

Wollitz’ Schweigen als Statement

Wollitz’ mediale Funkstille kommt nicht aus dem Nichts: Der erfahrene Coach ist bekannt für klare Worte, emotionale Auftritte und seine konsequente Haltung, wenn er sich ungerecht behandelt fühlt. In der Vergangenheit kritisierte er wiederholt sowohl Verbandsstrukturen als auch die öffentliche Darstellung von Energie Cottbus – etwa nach Spielabbrüchen, Rassismus-Vorfällen oder aus seiner Sicht unzureichendem Schutz seiner Mannschaft auswärts.

Nun setzt er ein anderes Zeichen: Statt Wutrede wählt er Rückzug. Wie lange der 60-Jährige Medienanfragen meidet, lässt er offen – sportlich aber spricht aktuell vieles für ihn. Seine Mannschaft hat sich im Aufstiegsrennen eindrucksvoll zurückgemeldet und zeigt genau die Mentalität, die Wollitz seit Jahren einfordert.