Erster Drittliga-Absteiger steht fest: Trainer Jones poltert gegen eigenes Team

Der 1. FC Schweinfurt steht nach der Niederlage gegen Rot-Weiss Essen als erster Absteiger aus der 3. Liga fest und erlebt nach dem Aufstieg ein sportliches Fiasko.
Abstieg und Kritik von Jones
Mit dem 1:3 gegen Essen war der Klassenerhalt bereits sechs Spieltage vor Schluss endgültig außer Reichweite, Schweinfurt bleibt damit in seiner ersten Drittliga-Saison deutlich hinter den Erwartungen zurück. Trainer Jermaine Jones, der im Februar in einer schon äußerst schwierigen Ausgangslage übernommen hatte, fand nach dem Spiel deutliche Worte für die Leistung seiner Mannschaft und monierte vor allem die eklatante Fehleranfälligkeit.
Individuelle Fehler und Gegentore
Seit der Amtsübernahme von Jones im Februar gelang es der Mannschaft nicht, die individuellen Patzer abzustellen, obwohl der Fokus im Training verstärkt auf Defensivverhalten und Spielaufbau lag. Während der 44-Jährige im Profifußball große Erfahrung mitbringt, blieb seine Punkteausbeute in der aktuellen Situation überschaubar und reichte nicht, um den freien Fall zu stoppen.
Historische Negativmarken drohen
Sportlich droht Schweinfurt nun eine Saison für die Geschichtsbücher – allerdings auf unrühmliche Weise. Mit derzeit 17 Zählern fehlen dem Klub noch mindestens sechs Punkte, um den Negativrekord von Werder Bremens U23 aus der Spielzeit 2011/12 (22 Punkte) zu vermeiden. Gleichzeitig könnten die Unterfranken mit bereits 76 Gegentoren auf Sicht auch einen neuen Bestwert bei den kassierten Treffern aufstellen, nachdem Jena in der Saison 2019/20 auf 85 Gegentore kam.
Blick auf den Saisonendspurt
Ob Jones über das Saisonende hinaus Trainer in Schweinfurt bleibt, ließ er offen und verwies darauf, dass Gespräche erst nach Abschluss der Spielzeit geführt werden sollen. Bis dahin lautet das Ziel, die verbleibenden Spiele zu nutzen, um zumindest die drohenden Negativrekorde abzuwenden und die Saison nicht als schlechtester Drittliga-Absteiger der Geschichte zu beenden.



