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Hamburger SV

Klare Position: HSV bezieht Stellung zu Kuntz-Vorwürfe

Stefan Kuntz, HSV

Am Montag den 12. Januar hat sich der Aufsichtsrat des Hamburger SV zu den Vorwürfen gegen Stefan Kuntz geäußert. Der HSV trennte sich zuvor unvorhersehbar von seinem Sportvorstand, wohl aufgrund von Vorwürfen der sexuellen Belästigung, wie die BILD enthüllte.

Vorwurf der sexuellen Belästigung

Demnach führten interne Beschuldigungen von mehreren Mitarbeiterinnen zur plötzlichen Vertragsauflösung. Der HSV verkündete am 2. Januar, dass sich der Verein und Kuntz auf eine sofortige Beendigung seiner Tätigkeiten geeinigt haben. Die Mitarbeiterinnen sollen sich Anfang Dezember an den Aufsichtsrat gewendet haben und ihm verbale sexuelle Belästigungen vorgeworfen haben. Ebenso berichtete eine der Frauen, dass sie sich zum Oralverkehr von Kuntz gedrängt gefühlt habe.

Der Ex-Nationalspieler wies alle Anschuldigungen zurück und holte sich einen Anwalt zur Hilfe. „Erst einmal möchte ich sagen, dass mich die Vorwürfe hart treffen. Klar ist: Ich weise diese Vorwürfe entschieden zurück!“, machte er in seiner Stellungnahme auf Instagram deutlich. „Im Sinne meiner Familie und aller mir nahestehenden Personen habe ich meine Anwälte darum gebeten, gegen diese FALSCHEN Vorwürfe und Vorverurteilungen vorzugehen“.

Stellungnahme des Hamburger SV

Am Montag nahm der Aufsichtsrat des HSV öffentlich Stellung zu den Vorwürfen gegen den 63-Jährigen. So heißt es: „Der Aufsichtsrat hat gemäß seiner Verantwortung sofort nach Kenntnisnahme der Vorwürfe mit Unterstützung spezialisierter externer Anwälte die Aufklärung der Vorfälle eingeleitet“. Der Verein bestätigte auch, dass die „Vorwürfe glaubhaft“ sind, deshalb wurde schnellstmöglich eine Trennung zu Kuntz ausgeführt. Weiter Berichtete der Verein: „Stefan Kuntz hat auf dieser Grundlage und insbesondere in Kenntnis der gegen ihn erhobenen Vorwürfe der Trennung zum 31.12.2025 zugestimmt. Er war dabei anwaltlich vertreten. Die Gelegenheit zur Stellungnahme gegenüber dem Aufsichtsrat hat Herr Kuntz trotz mehrfacher Angebote explizit nicht genutzt. Vor dem dargestellten Hintergrund sind die Vorwürfe einer ‚Verleumdungskampagne‘ gegen Stefan Kuntz klar unzutreffend und irreführend.“

Der HSV positioniert sich deutlich gegen Kuntz und verdeutlicht, dass dieses Fehlverhalten unzulässig ist: „Der HSV duldet […] kein Fehlverhalten der hier in Rede stehenden Art und […] und wendet sich gegen Diskriminierung jeder Art“. Zusätzlich lag es dem Verein an großer Bedeutung, dass in dem Fall schnell und konsequent gehandelt wird um die Persönlichkeitsrechte der betroffenen zu schützen.

Wie es in dem Fall weitergeht und welche rechtliche Strafe Stefan Kuntz bekommt ist momentan noch nicht bekanntgegeben.