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Borussia Mönchengladbach

Schwieriges Auswärtsspiel: Gladbach zu Gast bei der TSG

TSG Hoffenheim, Borussia Mönchengladbach

Zum Abschluss einer turbulenten Hinrunde ist Borussia Mönchengladbach zu Gast beim Überraschungsteam der bisherigen Saison, der TSG Hoffenheim. Für das letzte Spiel im neuen Jahr reist die Borussia nach ihrem 4:0-Sieg gegen den FC Augsburg mit ordentlich Rückenwind in den Kraichgau. Für die Hoffenheimer hingegen ist es das erste Spiel nach der Winterpause, nachdem ihr Spiel gegen Werder Bremen abgesagt wurde.

Wichtige Stimmungsprobe für Gladbach

Für Gladbach endet in Sinsheim eine Saisonhälfte, die von vielen Höhen und Tiefen geprägt war. Über Tiefen, wie den Neuhaus-Skandal, den schlechten Saisonstart, die Trainerentlassung von Gerado Seonane oder die Trennung von Roland Virkus. Genauso gab es aber auch positive Erkenntnisse aus der Hinrunde: Eugen Polanski wurde der neue Cheftrainer, die Leistungen Haris Tabakovics, das Heranführen von Talent Wael Mohya und – unter Vorbehalt – Rouven Schröder.

Spielerisch gelang unter Polanski der Turnaround. Defensiv steht man seit der gesetzten Dreierkette Sander-Diks-Elvedi sicherer und offensiv gelingt es, Stürmer Haris Tabakovic zu bedienen. Er steht bisher bei 9 Saisontoren und ist damit geteilter drittbester Torschütze der Liga. Unter Polanski gab es zwar Rückschläge, weshalb es umso wichtiger ist, sich stetig zu verbessern. Nach dem deutlichen Sieg gegen Augsburg wird die Fohlenelf gegen den Tabellensechsten auf die Probe gestellt. Für die Rheinländer besteht die Möglichkeit, ein Ausrufezeichen zu setzen.

Polanski: „Defensiv wie offensiv alles raushauen“

Für Gladbach-Trainer und ehemaligen TSG-Profi Polanski wird es eine sehr schwierige Auswärtspartie. Angesprochen auf den Gegner sagte der 39-Jährige: „Hoffenheim ist laut Daten die Mannschaft, die am intensivsten Fußball spielt – und die Daten lügen nicht“. Wichtig für den eigenen Erfolg wird vor allem schnelles, vertikales Umschaltspiel sein, so der Coach. Hinzu kommt die eigene Intensität, die müsse hoch sein. Klar ist für den Coach, „dass wir defensiv wie offensiv alles raushauen müssen“. Es benötige mindestens die gleiche Leistung, die es gegen Augsburg gab.

Das Spielermaterial, das Polanski zur Verfügung steht, ist dasselbe, wie am vergangenen Wochenende. Ausfallen werden also Tim Kleindienst, Robin Hack und Nathan Ngoumou mit Knieverletzungen. Eine zusätzliche Belastung durch die englische Woche sieht Polanski nicht, denn „wir hätten am Mittwoch auch Vollgas trainiert. Entsprechend können wir am Mittwochabend auch Vollgas spielen“.

Ilzer: „Noch einmal ein richtig gutes Spiel zeigen“

Aus Sicht der der Hoffenheimer geht es im ersten Duell des neuen Jahres darum, ihre Form aus der Rückrunde und eine Serie von vier Heimspielsiegen in Folge fortzusetzen. Trainer Christian Ilzer war am Anfang der Saison einer der größten Kandidaten für die erste Trainerentlassung, nachdem er die letzte Saison auf Platz 15 beendet hatte. Davon kann jetzt keine Rede mehr sein, denn seine TSG steht aktuell mit 27 Punkten aus 15 Partien auf dem sechsten Platz. Mit einem Sieg im Nachholspiel gegen Bremen in zwei Wochen könnte man sogar auf Platz fünf klettern.

Nach der Spielabsage am Wochenende organisierte man in Sinsheim spontan ein Testspiel gegen den Drittligisten Schweinfurt, das man 3:0 gewann. Laut Ilzer hatte die Absage möglicherweise positive Auswirkungen, aber: „Vielleicht hätte sie uns in den Rhythmus gebracht“.

Gegen Gladbach kann der Hoffenheimer Cheftrainer fast auf seine ganze Mannschaft zurückgreifen. Neben den Langzeitverletzten Hlozek (Wade) und Machida (Knie) muss der Österreicher nur auf Winterneuzugang Cole Campbell (Sprunggelenk) verzichten. Wer nicht fehlen wird, ist Bazoumana Touré, denn der Shootingstar ist nach dem Ausscheiden der Elfenbeinküste beim Africa-Cup zurück und sogar ein Kandidat für die Startelf, so Ilzer. Von seiner Mannschaft erwartet er, dass sie „mit diesem Heimspielabschluss der Hinrunde noch einmal ein richtig gutes Spiel zeigen“.