„Das gibt uns Qualität und Breite“: Schalke vor Kiel mit vier Comebacks

Beim FC Schalke 04 wächst nach fünf sieglosen Spielen der Druck, doch Trainer Miron Muslic sendet vor dem Gastspiel bei Holstein Kiel ein positives Signal. Gleich vier Spieler kehren zurück – und sollen helfen, die jüngste Durststrecke zu beenden.
Vier Rückkehrer: Schalke schöpft Hoffnung
Nach fünf Spielen ohne Sieg ist die Tabellenführung in der zweiten Bundesliga erst einmal weg – doch beim FC Schalke 04 will man die Situation nicht dramatisieren. Vor dem Auswärtsspiel bei Holstein Kiel am Sonntag (13:30 Uhr) verbreitet Trainer Miron Muslic demonstrativ Zuversicht – und hat personell gute Nachrichten im Gepäck.
Seit dem 1:0-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg im Dezember wartet Schalke auf einen Dreier. Die jüngste Serie ohne Sieg kostete die Königsblauen die Spitzenposition, doch Muslic ordnet die Phase bewusst ein: „So eine Phase gehört dazu. Wir hatten in den letzten fünf Partien eine Durststrecke.“ In einer ausgeglichenen Liga sei das kein außergewöhnliches Phänomen, vielmehr Teil einer Saison mit Höhen und Tiefen.
Muslic freut sich über mehr Optionen
Vor der Partie an der Kieler Förde hellt sich die Personallage allerdings deutlich auf. Torhüter Loris Karius und Innenverteidiger Nikola Katic stehen wieder zur Verfügung. Zudem kehren Max Grüger und Janik Bachmann in den Kader zurück. Muslic zeigte sich erleichtert: „Max Grüger und Janik Bachmann sind auch zurück, das gibt uns Qualität und Breite im Kader.“
Karius sei „wieder voll dabei“, auch Katic habe im Training „alles mitmachen“ können. Damit entspannt sich die Situation zumindest teilweise. Für Adrian Gantenbein kommt die Partie nach seiner Wadenverletzung allerdings noch zu früh.
Balance als Schlüssel
Als Grund für die aktuelle Ergebniskrise nennt Muslic unter anderem strukturelle Veränderungen im Team. Vier Neuzugänge seien als Leistungsträger verpflichtet worden – ihre Integration brauche Zeit. „Wir hatten im Herbst eine gute Balance, als wir sehr kompakt verteidigt haben“, erklärte der Coach. Durch die personellen Anpassungen habe sich „die Statik etwas verändert“. Ziel sei es nun, „wieder die richtige Balance und die defensive Stabilität zu finden.“
Dass ihn das Umfeld oder äußere Umstände aus der Ruhe bringen, lässt Muslic nicht erkennen. Mit Blick auf die närrischen Tage in seiner Wahlheimat Düsseldorf sagte er schmunzelnd: „Ich bin Schalke-Cheftrainer, hier ist gefühlt Karneval das ganze Jahr. Deshalb bin ich gut vorbereitet.“
Für Schalke geht es nun darum, die eigene Negativserie zu beenden und ein Zeichen zu setzen. Muslic fordert einen konzentrierten Auftritt – und ist überzeugt, dass seine Mannschaft bereit ist, die Wende einzuleiten.



