Wegen Schlotterbeck: Uneinigkeit bei den BVB-Bossen

Bei Borussia Dortmund spitzt sich die Diskussion um die Zukunft von Nico Schlotterbeck zu. Während über eine mögliche Deadline spekuliert wird, senden die BVB-Bosse unterschiedliche Signale – und mit Real Madrid lauert ein europäischer Topklub im Hintergrund.
Deadline-Wirbel um Schlotterbeck: Kehl widerspricht Ricken
Die Zukunft von Nico Schlotterbeck bei Borussia Dortmund sorgt weiter für Gesprächsstoff – und offenbar auch für unterschiedliche Töne in der Führungsetage. Während zuletzt über eine mögliche Entscheidungsfrist bis zur Länderspielpause im März spekuliert wurde, trat BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl nun öffentlich auf die Bremse.
„Ich kann keine Deadline bestätigen“, stellte Kehl bei „Sky“ klar. Zwar wisse der Nationalspieler um seine vertragliche Situation, doch konkrete Vorgaben gebe es nicht. Damit widerspricht er indirekt Sport-Geschäftsführer Lars Ricken, der zuvor erklärt hatte, beide Seiten hätten „eine klare Erwartungshaltung, wann das beendet sein muss“ und dass sich das Thema „nicht bis zum Sommer ziehen kann“.
Schlotterbecks Vertrag läuft noch bis 2027, dennoch drängt der Klub auf Planungssicherheit. Seit Monaten wird über eine Verlängerung verhandelt. Medienberichten zufolge liegt dem 26-Jährigen ein unterschriftsreifes Angebot vor, das eine deutliche Gehaltserhöhung sowie eine Ausstiegsklausel beinhalten soll. Eine Entscheidung bis Mitte März galt zuletzt als wahrscheinlich.
Zukunft von BVB-Abwehrchef Schlotterbeck bleibt offen
Sportlich ist Schlotterbeck unumstritten: Abwehrchef, Leistungsträger, Identifikationsfigur. Entsprechend groß ist auch das Interesse anderer Topklubs. Nachdem der FC Bayern seinen Vertrag mit Dayot Upamecano verlängert hat, könnte ein Wechsel nach München vom Tisch sein. Kehl kommentierte die Entwicklungen beim Rekordmeister nüchtern: „Was heute in München los war, habe ich nur am Rande verfolgt, interessiert mich aber nicht so wirklich.“
Als ernsthafte Alternative bleibt laut Informationen der „Sport Bild“ vor allem Real Madrid. Dort soll Schlotterbeck weit oben auf der Wunschliste stehen, wobei die offene Trainerfrage in Spanien zusätzliche Unsicherheit bringt. Kehl bemüht sich derweil um Gelassenheit: „Ich will das jetzt aber gar nicht so hochhängen. Irgendwann werden wir das Thema lösen.“



