Rot-Weiss Essen: Mit „halber Mannschaft“ an die Ostsee

Rot-Weiss Essen muss am Samstag beim FC Hansa Rostock ran. Das wichtige Drittliga-Spiel im Kampf um die Aufstiegsränge steht unter besonderer Beobachtung. Es handelt sich um ein Hochrisikospiel. Die Vorfälle der Vorsaison dürfte jeder RWE-Fan noch im Gedächtnis haben.
Normalerweise bringt RWE seinen 12. Mann mit den Auswärtsspielen. Die Fans sind eine Macht. In Rostock wird’s anders sein. Essen standen 2.600 Tickets zur Verfügung. Die Reise an die Küste treten aber nur die Härtesten der Harten an. Rot-Weiss wird nur von gut 1000 Anhängern unterstützt.
Hooligan-Überfall am Fan-Zug
Im Oktober 2024 waren die Essener Fans mit einem Sonderzug nach Rostock unterwegs. Die Fahrt wurde zum Albtraum. Der Zug wurde nördlich von Berlin gestoppt und von den Rostocker Hooligans mit Steinen, Pyrotechnik und Böllern angegriffen. Das einzig Gute damals war, dass es keine schweren Verletzungen, sondern nur Sachschaden gab. Der damalige 4:0 Sieg der Rostocker wurde zur Nebensache.
Sportlich beide Mannschaften unter Druck
Die Rivalität der beiden Fanlager wird vor und im Ostseestadion spürbar sein. Auf dem Rasen werden sich die Teams ebenfalls nichts schenken. Beide Mannschaften stehen unter Druck. Rostock (40 Punkte) und Essen (43 Punkte) wollen unbedingt in die 2. Bundesliga aufsteigen. In der Tabelle heißt es Fünfter gegen Siebenter. Hansa kann mit einem Heimsieg dank der Tordifferenz an RWE vorbeiziehen.
Beim Gastgeber läuft seit dem Abgang von Ryan Naderi nichts mehr zusammen. Hansa ist seit vier Spieltagen ohne Sieg und unterlag in der Vorwoche mit 0:1 bei den Löwen in München. Rot-Weiss Essen hat in sich Osnabrück beim 0:3 eine richtige Abreibung abgeholt. Das Hinspiel im Herbst hat RWE zu Hause mit 3:0 gewonnen. Am Samstag ist Hansa vor heimischer Kulisse aber als leichter Favorit anzusehen, da Essen gegen die Top-Teams der 3. Liga auswärts bisher kaum überzeugt hat.



