Legenden warnen: Schalke zu abhängig von Dzeko und Karaman?

Nach dem 1:1 beim Tabellenletzten Greuther Fürth bleiben beim FC Schalke 04 trotz Tabellenführung Fragen offen. Klublegenden Klaus Fischer und Rüdiger Abramczik sehen vor allem in der Offensive Nachholbedarf – und warnen vor einer zu großen Abhängigkeit von den Stürmern Edin Dzeko und Kenan Karaman.
Fischer und Abramczik kritisieren Schalke
Der FC Schalke 04 hat im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga erneut Punkte liegen lassen. Beim Tabellenletzten SpVgg Greuther Fürth kamen die Königsblauen nicht über ein 1:1 hinaus. Auch wenn Schalke weiterhin an der Tabellenspitze steht, ist der Vorsprung auf die Verfolger inzwischen deutlich geschrumpft – und die Diskussion über die Spielweise der Mannschaft nimmt zu.
In der Analyse im „Fussball Legenden Talk“ äußerten sich die ehemaligen Schalker Profis Klaus Fischer und Rüdiger Abramczik kritisch zum Auftritt der Mannschaft. Fischer erinnerte zunächst daran, wie unberechenbar die Liga ist: „Wie oft haben wir es schon gesagt: In dieser Liga kann jeder jeden schlagen! In Fürth wurde das wieder bewiesen. Ich habe da keinen großen Unterschied gesehen.“
Vor allem in der Offensive sehen die beiden Klub-Ikonen weiterhin Defizite. Schalke erzielt seine Tore zu häufig über die beiden Angreifer Edin Dzeko und Kenan Karaman, während aus dem Mittelfeld zu wenig Torgefahr entsteht. Abramczik wurde in seiner Analyse deutlich: „Die Mittelfeldspieler machen zu wenig Tore. Du kannst dich nicht nur auf die zwei da vorne verlassen.“
Trainer Miron Muslic kritisiert Chancenverwertung
Ein weiteres Problem sieht Fischer im Abschlussverhalten der Mannschaft. Nach seiner Beobachtung fehlt es häufig an Mut zu Distanzschüssen. „Wir haben nur ganz wenige Spieler, die auch mal aus der zweiten Reihe schießen“, erklärte der frühere Nationalstürmer.
Auch Trainer Miron Muslic räumte nach dem Spiel ein, dass seine Mannschaft die eigenen Möglichkeiten nicht konsequent genug genutzt habe. „Schlussendlich hat Fürth sich diesen Punkt erkämpft, wir haben unsere Chancen nicht genutzt“, sagte der Schalker Coach. Gleichzeitig betonte er die enorme Ausgeglichenheit der Liga: „Daran sieht man, dass jedes Spiel in dieser Liga super eng ist und man immer absolut am Limit sein muss.“
Für Schalke geht es nun darum, im engen Aufstiegsrennen schnell wieder für klare Verhältnisse zu sorgen. Bereits am Freitag wartet mit Arminia Bielefeld der nächste Gegner – und damit die nächste Bewährungsprobe für den Tabellenführer.



