Borussia Dortmund: Ole Book mit begrenztem finanziellen Spielraum

Ole Book geht seinen ersten Transfersommer als BVB-Sportdirektor mit klaren Vorgaben an: Für Ablösen stehen ihm ohne Spielerverkäufe rund 25 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Summe kann nur durch Transfererlöse – allen voran einen möglichen Verkauf von Karim Adeyemi – nennenswert steigen.
Adeyemi soll dicken Verkaufserlös
Intern gilt Adeyemi inzwischen als sportlich ersetzbar, da er unter Trainer Niko Kovac meist nur eine Nebenrolle spielt und auch im DFB-Team zuletzt keine Berücksichtigung fand. Der Offensivspieler zeigt bislang wenig Bereitschaft, seinen bis 2027 laufenden Vertrag zu verlängern und liebäugelt mit der Premier League. Bei einem Verkauf hofft der BVB auf etwa 50 Millionen Euro Ablöse, wovon nach Abzügen ein Großteil direkt das Transferbudget erhöhen würde.
Lizenzspieleretat muss gesenkt werden
Parallel dazu muss Book den Lizenzspieleretat senken: Der aktuelle Profietat von rund 200 Millionen Euro soll um etwa drei bis vier Prozent, also rund sieben Millionen, reduziert werden. Möglich wird das vor allem durch die feststehenden Abgänge der Großverdiener Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan, die zusammen einen hohen zweistelligen Millionenbetrag an Gehalt freimachen. Zudem verlängerte Kapitän Emre Can zu reduzierten Bezügen und ist nach seinem Kreuzbandriss vorübergehend über Versicherungen abgesichert, was weitere Einsparungen bringt.
Book selbst schlägt kaum zu Buche
Unter dem Strich ergibt sich für den BVB ein wirtschaftlicher Spielraum von knapp 30 Millionen Euro, von dem allerdings die eingeplante Etat-Reduktion sowie neue Gehälter für Talente wie Justin Lerma, Kauã Prates und Luca Reggiani abgehen. Realistisch bleiben Book damit rund 20 Millionen Euro zusätzliches Gehaltsvolumen und – abhängig von möglichen Verkäufen – ein Gesamtbudget von etwa 25 bis 55 Millionen Euro für Transfers. Die eigene Verpflichtung Books belastete die Kasse kaum: Seine Ausstiegsklausel bei Elversberg lag bei rund 300.000 Euro.



