Mönchengladbach-Kader zwischen Aufatmen und neuen Sorgen

Borussia Mönchengladbach steckt diese Saison mitten im Abstiegskampf. Momentan hat man genug Baustellen wie begrenzte Mittel im Sommer und Unsicherheit auf der Trainerposition. Die offensiven Personalsorgen scheinen sich aber allmählich zu lichten.
Kann Gladbach bald wieder aus dem Vollen schöpfen?
Obwohl der ausgeliehene Haris Tabakovic eine starke Saison spielt, vermissen die Fohlen Tim Kleindienst weiterhin schmerzlich. Nach kurzem Comeback mitten in der Saison warf ihn eine erneute Verletzung zurück. In einem Interview mit WDR2 verriet er, dass es nach therapeutischem Laufen jetzt wieder an die Fußball-Spezifik gehe. Der Stürmer hofft, bald ins Mannschaftstraining zurückzukehren und wäre gerne „[…] für die letzten zwei Saisonspiele eine Option[…].
Bei Robin Hack könnte es sogar etwas schneller gehen. Zunächst hatte man gehofft, dass dieser in der Länderspielpause bereits im Testspiel gegen Osnabrück ein paar Minuten sammeln könnte. Das kam für den 27-Jährigen aber noch zu früh. Gegenüber der Bild stellte er eine mögliche Rückkehr in dem immens wichtigen Spiel gegen den FSV Mainz 05 in Aussicht. Nach der langen Verletzung sei eine Kaderrückkehr am Samstag gegen Leipzig aber noch zu überhastet.
Trotzdem bleiben Kadersorgen
Über die gute Genesung von Kleindienst und Hack freut man sich natürlich. Dennoch ist es mit Blick auf die Kaderplanung weiterhin schwierig. Von dem Reitz-Transfer bleiben nur fünf Millionen Euro übrig, da der Rest in Konsolidierung des Vereins und Kostendeckung fließt (Mehr dazu hier).
Ohne weitere Verkäufe sei man momentan nicht mal imstande, auch nur einen der Leihspieler, Tabakovic und Yannick Engelhardt, zu verpflichten. Dabei stellt sich folgendes Problem: die Spieler, für die man gutes Geld bekäme, namentlich Wael Mohya, Jens Castrop und Moritz Nicolas, sind unverkäuflich. Zudem haben, laut der Bild, keine Spieler einen aktiven Wechselwunsch hinterlegt. Viele Spieler würden bei anderen Vereinen vermutlich Gehaltseinbußen hinnehmen müssen und sitzen den laufenden Vertrag daher vermutlich lieber aus.
Somit muss Rouven Schröder im Sommer eventuell kreativ werden und anders Lösungen finden. Eine mögliche Personalie dabei wäre Elvis Rehxbecaj. Bereits im Winter habe man sich bei dem FC Augsburg nach dem Kosovaren erkundigt. Für einen Transfer des 28-Jährigen wäre der Klassenerhalt vermutlich Grundvoraussetzung.



