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2. Bundesliga

KSC-Trainersuche: Favorit Strobl winkt ab – Ende als Alternative im Gespräch

Beim Karlsruher SC läuft die Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Cheftrainer Christian Eichner auf Hochtouren. Eichner, seit 2020 im Amt, wird den Verein nach der laufenden Saison verlassen. Aktuell belegt der KSC in der 2. Bundesliga mit 37 Punkten den neunten Tabellenplatz – sportlich unauffällig, aber mit der zweitschwächsten Defensive der Liga (52 Gegentore). Die Vereinsführung hat entschieden, zum Sommer einen Neustart zu wagen.

Namen wie Lukas Kwasniok oder Marcel Rapp wurden bereits gehandelt, gelten jedoch aus finanziellen und perspektivischen Gründen als wenig realistisch. Der Fokus richtet sich daher auf Trainer aus unteren Spielklassen, die als Talente mit Entwicklungspotenzial gelten.

Topkandidat Strobl zieht klare Grenze

Besonders intensiv wurde in den vergangenen Tagen der Name Tobias Strobl diskutiert. Der 38-jährige gebürtige Ingolstädter führt seit Juli 2025 den Drittligisten SC Verl und weist dort bislang einen starken Punkteschnitt von 1,94 pro Spiel auf – über seine gesamte Trainerkarriere (357 Spiele) liegt er bei einem Durchschnitt von 1,62. Der KSC soll Kontakt aufgenommen haben.

Strobl selbst nahm die Berichte nach eigenen Angaben mit einem Schmunzeln zur Kenntnis. Er wies darauf hin, dass bereits die im Bericht genannten Eckdaten – unter anderem sein vermeintliches Alter von 35 Jahren – nicht stimmten. Zudem verfüge er über keine Ausstiegsklausel für einen Wechsel in die 2. Bundesliga. Er betonte, sich beim SC Verl absolut wohlzufühlen, seinen laufenden Vertrag erfüllen zu wollen und nichts, das ihn von dort wegziehen könnte.

Sollte Strobl seinen Kurs nicht doch noch ändern, wäre eine Verpflichtung nach diesen klaren Aussagen für alle Beteiligten schwierig zu erklären.

SC Verl pflegt Tradition des fairen Abgangs

Grundsätzlich wäre ein Wechsel nicht undenkbar: Der SC Verl ist dafür bekannt, Trainern auch bei laufendem Vertrag keine Steine in den Weg zu legen, wenn ein attraktives Angebot aus einer höheren Spielklasse vorliegt. Ein Präzedenzfall ist Alexander Ende, den Verl einst nach Münster in die 2. Bundesliga ziehen ließ.

Alexander Ende als Alternative?

Eben jener Alexander Ende (46) rückt nun ebenfalls als möglicher KSC-Kandidat in den Blick – auch deshalb, weil er derzeit vereinslos ist. Mitte März trennte sich Preußen Münster von ihm: Nach dem 0:6-Debakel bei Dynamo Dresden und nur einem Sieg aus den vorangegangenen zwölf Ligaspielen zog der Verein die Konsequenzen. Insgesamt stand Ende in Münster 27 Mal an der Seitenlinie und erreichte dabei lediglich einen Punkteschnitt von 0,96. Als besondere Stärke gilt ihm die Trainingsgestaltung. Münster befindet sich weiterhin auf dem Abstiegs-Relegationsplatz und kämpft mit dem neuen Trainerstab um den Ligaverbleib.

Wen der KSC letztlich als neuen Cheftrainer vorstellt, bleibt abzuwarten – die Kandidatenlage ist trotz des klaren Nein von Wunschkandidat Strobl noch offen.