Carlos Queiroz neuer Nationalcoach Ghanas

Der ghanaische Fußballverband hat die Nachfolge von Otto Addo geregelt und präsentiert mit Carlos Queiroz einen Mann mit beeindruckendem internationalen Profil. Der 73-jährige Portugiese wird künftig die Geschicke der „Black Stars“ leiten und das Team auf die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko vorbereiten. Damit setzt Ghana auf jahrzehntelange Erfahrung und weltweite Expertise.
Trainer mit globaler Erfahrung
Queiroz gehört zu den meistgereisten Fußballtrainern der Moderne. Mit Ghana übernimmt er bereits seine elfte Nationalmannschaft – ein Rekordwert, der seine internationale Anerkennung unterstreicht. Zuvor arbeitete er unter anderem für Portugal, Südafrika, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kolumbien, Ägypten und Iran. Gerade mit dem iranischen Team sorgte er nachhaltig für Erfolge: Drei WM-Teilnahmen (2014, 2018 und 2022) sowie stabile Leistungen bei der Asienmeisterschaft sichern ihm dort einen legendären Ruf.
Auch als Vereinscoach sammelte Queiroz Renommee. Er stand bei Real Madrid an der Seitenlinie (2003/04) und war jahrelang Assistent von Sir Alex Ferguson bei Manchester United – eine Phase, die ihn entscheidend prägte. Mit Portugal betreute er 2010 die Mannschaft um Cristiano Ronaldo bei der WM in Südafrika. Insgesamt betreute der Portugiese in seiner Karriere über 600 Pflichtspiele im Profifußball und gilt als Spezialist für langfristige Kaderaufbauprozesse.
Ghanas Ziele bei der kommenden Weltmeisterschaft
Für die „Black Stars“ ist Queiroz der Hoffnungsträger, um nach einem schwierigem Jahr sportlich wieder zu Stabilität zu finden. Ghana, das zuletzt bei großen Turnieren früh scheiterte, will mit dem erfahrenen Coach neue Strukturen in Spielweise und Talentförderung schaffen. Ein Fokus liegt dabei auf der Integration junger Spieler aus europäischen Spitzenligen, gepaart mit taktischer Disziplin, für die Queiroz bekannt ist.
Im ghanaischen Verband sieht man die Verpflichtung als strategische Entscheidung. Man erwartet, dass Queiroz seine umfassende Turniererfahrung einbringt und das Team optimal auf die WM 2026 vorbereitet. Für den Portugiesen selbst bedeutet das Engagement eine Rückkehr auf die große Bühne – seine fünfte Weltmeisterschaft als Cheftrainer und zugleich ein außergewöhnliches Kapitel in einer der längsten Trainerkarrieren des internationalen Fußballs.



