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Champions League

Barcelona reicht erneute Beschwerde bei der UEFA ein

Gestern Abend schied der FC Barcelona aus der Champions League aus. Sie gewannen zwar das Auswärtsspiel gegen Atlético Madrid mit 1:2, konnten damit aber nicht die 0:2 Heimniederlage aus dem Hinspiel wettmachen. Jetzt rechnet Präsident Joan Laporta mit der UEFA ein zweites Mal ab.

Barcelona hadert wiederholt mit dem Schiedsrichter

Bereits im Hinspiel sah Pau Cubarsí eine rote Karte für eine Notbremse an Giuliano Simeone. Der darauffolgende Freistoß brachte zu allem Überfluss auch noch den 0:1 Rückstand. Zu Beginn der zweiten Hälfte forderten die Katalanen einen Elfmeter für ein vermeintliches Handspiel bei einem Abstoß haben. Hier blieb die Pfeife des Schiedsrichters Istvan Kovacs stumm.

Das erzürnte letzte Woche auch Ex-Bundestrainer Hansi Flick, der dabei noch ein sarkastisches Dankeschön an den deutschen VAR Christian Dingert richtete. Diese Woche blieb der Cheftrainer eher stoisch in seiner Reaktion auf der Pressekonferenz, wenn auch, verständlicherweise, unzufrieden mit dem Verlauf und Resultat des Abends. Offensiv-Star Raphinha hingegen bezeichnete das Spiel als „Diebstahl“.

Joan Laporta in Rage

Eine gänzlich andere Reaktion zeigte jetzt Laporta, wie Fabrizio Romano berichtet. Dieser plant nun, eine weitere Beschwerde bei der UEFA einzureichen. Er gratuliert den Rojiblancos, holt dabei aber auch enorm gegen die Schiedsrichter aus. Er greift die katalanische Unzufriedenheit der vorigen Woche nochmal auf und kritisiert danach auch Clement Thurpin, den Unparteiischen der gestrigen Partie: Es sei eine Schande, dass der Referee einen solchen Einfluss auf das Spiel genommen habe.

Damit spricht er spezifisch den Platzverweis für Eric García an. In 80. Spielminute bringt dieser als letzter Mann Alexander Sörloth kurz vor dem Sechzehner zu Fall. Nach VAR-Eingriff zeigt schickt Thurpin García vom Platz. Der Dorn im Auge vieler Blaugrana: Jules Koundé war ebenfalls in der Nähe und hätte eventuell noch eingreifen können. Aufgrund der kurzen Distanz zum Tor und freien Schussbahn für Sörloth ist die Entscheidung des französischen Schiedsrichters allerdings nachvollziehbar.

Weiterhin wollte der Barca-Präsident einen Elfmeter für ein Schieben an Dani Olmo. Der leichte Kontakt reichte dem Schiedsrichter-Gespann aber offensichtlich nicht für einen Strafstoß. Wo sich Atlético glücklich schätzen kann, ist die generell großzügige Linie des Franzosen. Besonders Koke hatte sich das ein oder andere Mal für eine gelbe Karte beworben. Die Colchoneros kamen allerdings gänzlich ohne Verwarnung davon.

Kein leichtes Spiel für die Unparteiischen

Den Höhepunkt dieser Großzügigkeit stellt für den FC Barcelona der Zusammenstoß von Atleti-Keeper Musso und Fermín Lopez dar: Der Torhüter pariert einen Schuss und trifft bei der Abwehraktion unbewusst den Stürmer mit dem Fuß im Gesicht. Dieser blutet heftig aus der Nase, kann nach einer Behandlung aber weitermachen. Hier hätte man gerne Konsequenzen für den Schlussmann gesehen. Eine ähnliche Behandlungspause erfuhr seitens Atlético Matteo Ruggeri. Nach einem Ellenbogen-Treffer von Gavi blutet er stark über dem Auge und muss den Kopf bandagiert und ein neues Trikot bekommen.

Glück hatte allerdings auch Barca-Verteidiger Araujo. Nach verpasstem Kopfball im Strafraum der Hausherren liegt er auf dem Boden und tritt frustriert aus. Dabei trifft er einen Madrilenen mit den Stollen an der Wade. Da dies ebenfalls ein Unfall war und er sich auch prompt fair entschuldigt, gab es auch hier keine Folgen.

Dass man nach diesen zwei turbulenten Abenden mit einem Ausscheiden alles andere als glücklich ist, ist nachvollziehbar. Laporta hofft jetzt mit der erneuten Beschwerde ein Zeichen gegen fehlerhafte Schiedsrichter-Entscheidungen zu setzen. Der letzte Einspruch blieb jedoch erfolglos.