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2. Bundesliga

Verlieren verboten: Richtungsweisendes Derby zwischen Münster und Bielefeld

Joel Grodowski, Arminia Bielefeld

Am Samstag steigt das Derby zwischen dem SC Preußen Münster und Arminia Bielefeld. Nicht nur die regionale Nähe der beiden Vereine verleiht dieser Zweitliga-Partie große Spannung. Beide Teams stecken vor diesem 31. Spieltag tief im Abstiegskampf.

Münster und Bielefeld so gut wie sieglos

Das kommende Westfalen-Derby ist ein wahres Krisenduell. Während die Preußen seit mittlerweile sieben Ligapartien auf einen Sieg warten, können die Nachbarn aus Bielefeld auch nur einen Sieg aus den letzten acht Spielen vorweisen. Bei den Münsteranern hat der Trainereffekt noch nicht die erhoffte Wirkung gezeigt. Einer 0:1-Pleite gegen Drittligist Havelse in der vergangenen Länderspielpause folgten zwei Nullnummern gegen Kiel und Fürth und ein 1:4 bei Schalke 04. Neu-Trainer Alois Schwartz konnte bisher noch nicht sonderlich viele Argumente für eine Anstellung über den kommenden Sommer hinaus sammeln. Münster hält mit 28 Punkten weiterhin die rote Laterne im Abstiegskampf.

Bei der Arminia sieht es zumindest auf der Trainerposition ganz anders aus. Die Ostwestfalen werden mindestens bis zum Saisonende an ihrem Coach Mitch Kniat festhalten, wie Sportchef Michael Mutzel vor kurzem verkündete. Das Duo kam 2023 zur Arminia und kennt sich mit schwierigen Lagen bereits aus. Bielefeld rettete sich 2024 erst am vorletzten Spieltag vor dem Abstieg in die Regionalliga. Im Folgejahr standen sie dann im DFB-Pokalfinale und stiegen als Meister in die zweite Liga auf. Aus den letzten drei Partien holten die Bielefelder immerhin vier Punkte. Nach dem 2:1-Achtungserfolg gegen den Aufstiegsaspiranten Darmstadt 98 folgten eine 1:4-Niederlage beim KSC und ein 1:1 gegen den Club aus Nürnberg. Die Arminia steht nach dem 30. Spieltag mit 32 Punkten auf Rang 15.

Konstellation verspricht Spannung pur

Die Bielefelder dürften also vermutlich mit etwas mehr Selbstvertrauen in dieses Derby gehen als die Gastgeber aus dem Münsterland. Bielefelds Trainer Kniat sprach zwar keine Siegpflicht aus, er wolle das Derby aber gewinnen, um sich „dann auch ein bisschen abzusetzen“, das sei „das Ziel und auch die Vorgabe“. Speziell auf dieses Derby haben sich die Bielefelder laut Kniat nicht vorbereitet. Seine Schützlinge würden wie immer „auf Attacke gehen“ und „die drei Punkte mitnehmen wollen“, wie er auf der Pressekonferenz vor der Partie verriet.

Die Gastgeber hätten die drei Zähler mindestens genau so nötig. Bei einer Niederlage am Samstag würde sich der Abstand beider Teams auf sieben Punkte vergrößern. Bei danach noch drei verbleibenden Spielen wäre das für den SCP fast nicht mehr aufzuholen. Und auch das Restprogramm der Münsteraner hat es in sich: Nach dem Derby warten mit Hannover 96, Darmstadt 98 und der SV Elversberg nur noch mögliche Aufsteiger. Etwas Mut machen könnte den Preußen das Ergebnis aus dem Hinspiel, damals bezwangen sie Bielefeld mit 2:1 auf der Alm.

Beide Teams mit leichten Verletzungssorgen

Münster wird man neben den Langzeitverletzten Batmaz, Boly, Scherder und Tikvic auch Vilhelmsson (Adduktorenprobleme) und Amenyido (muskuläre Probleme) vermissen. Bei den Gästen aus Bielefeld wird sicher Joel Felix (Schulterverletzung) fehlen, außerdem stehen laut ihrem Coach die Verteidiger Robin Knoche und Arne Sicker auf der Kippe. Der Flügelflitzer des DSC, Monju Momuluh, erhielt währenddessen eine Startelfgarantie für das anstehende Derby.