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Bundesliga

Courtois begrüßt Van Bommel als neuen Belgien-Coach

Belgien schlägt nach dem enttäuschenden Viertelfinal-Aus bei der Weltmeisterschaft 2026 ein neues Kapitel auf. Mit Mark van Bommel übernimmt ein prominenter Name die Nationalmannschaft, und einer der wichtigsten Spieler des Landes hat die Entscheidung bereits ausdrücklich begrüßt.

Torhüter Thibaut Courtois zeigte sich positiv gestimmt über die Verpflichtung des früheren niederländischen Nationalspielers, der nur wenige Wochen nach dem Ende von Rudi Garcias Amtszeit als neuer Nationaltrainer vorgestellt wurde. Für den Keeper von Real Madrid kommt die Ernennung keineswegs überraschend.

„Sein Name kursierte schon seit einiger Zeit“, erklärte Courtois. Besonders beeindruckt zeigt sich der 34-Jährige von Van Bommels bisheriger Trainerarbeit, insbesondere bei Royal Antwerpen, wo der Niederländer als Coach große Erfolge feierte.

Nach Ansicht von Courtois spricht vor allem Van Bommels eigene Karriere für ihn. Der ehemalige Mittelfeldspieler stand bei Vereinen wie PSV Eindhoven, Barcelona, Bayern München und AC Mailand auf höchstem Niveau unter Vertrag und absolvierte zudem zahlreiche Länderspiele für die Niederlande.

Diese Erfahrung könnte laut Courtois ein wichtiger Faktor in der Kabine werden. Spieler würden Trainern, die selbst auf höchstem Niveau aktiv waren, häufig automatisch großen Respekt entgegenbringen. Van Bommel wisse aus eigener Erfahrung, was es bedeute, unter dem Druck großer Turniere und wichtiger Spiele zu bestehen.

Courtois will Gespräch mit Van Bommel abwarten

Ob Courtois selbst unter dem neuen Nationaltrainer weiterhin für Belgien auflaufen wird, ist allerdings noch nicht endgültig entschieden.

Nach der Weltmeisterschaft hatte der Routinier bereits erklärt, grundsätzlich weitermachen zu wollen. Gleichzeitig machte er aber deutlich, dass er sich eine Pause während der kommenden Nations-League-Kampagne wünsche. Nun soll ein Gespräch mit Van Bommel darüber entscheiden, wie es weitergeht.

Der Torwart betonte, dass er nach dem Turnier weiterhin den Wunsch habe, für Belgien zu spielen. Ob daraus tatsächlich etwas werde, hänge jedoch von den Gesprächen mit dem neuen Coach ab. Anschließend wolle er eine endgültige Entscheidung über seine internationale Zukunft treffen.

Rückblick auf das WM-Aus gegen Spanien

Zugleich sprach Courtois erneut über das bittere Viertelfinal-Aus gegen den späteren Weltmeister Spanien. Der Schlussmann hatte sich während der Partie verletzt und musste ausgewechselt werden. Ersatzkeeper Senne Lammens unterlief später ein Fehler, der Spaniens Siegtreffer begünstigte.

Courtois ist weiterhin der Meinung, dass er trotz seiner Beschwerden hätte weiterspielen können. Nach eigener Aussage habe er lediglich keine Abschläge mehr ausführen können, während sein Passspiel im laufenden Spiel nicht beeinträchtigt gewesen sei.

Dennoch akzeptierte er die Entscheidung des damaligen Trainers Rudi Garcia, der ausschließlich vollständig fitte Spieler auf dem Feld sehen wollte. Von Streitigkeiten oder persönlichen Differenzen wollte Courtois nichts wissen.

Trotz seiner Enttäuschung über die Auswechslung stellte der Torhüter klar, dass die Mannschaft stets wichtiger sei als einzelne Spieler. Zwischen ihm und Garcia habe es nach der Entscheidung keinerlei böses Blut gegeben.

Neuer Zyklus für die „Roten Teufel“

Mit Van Bommel beginnt nun der Neuaufbau einer belgischen Mannschaft, die nach dem erneuten Verpassen eines großen Titels vor einem Umbruch steht. Die erste wichtige Aufgabe des neuen Nationaltrainers wird sein, die erfahrenen Leistungsträger um Courtois von seinem Projekt zu überzeugen und gleichzeitig die nächste Generation zu integrieren.

Ob Belgien dabei auch weiterhin auf seinen langjährigen Stammtorhüter setzen kann, dürfte sich schon in den kommenden Wochen entscheiden. Fest steht zumindest: Courtois steht Van Bommel offen gegenüber – und sieht in ihm einen Trainer, der das Zeug hat, die „Roten Teufel“ erfolgreich in die Zukunft zu führen.