1. FC Köln

Baumgart fordert Winter-Transfers für Köln – Kritik an Vereinsführung

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Trainer Steffen Baumgart übte am Dienstag scharfe Kritik an der Vereinsführung und Kaderplanung des 1. FC Köln. Er sprach sich zudem für Winter-Transfers und gegen einen Abgang von Dejan Ljubicic aus. Der Klassenerhalt hat beim „Effzeh“ oberste Priorität, laut Baumgart braucht es aber Verstärkung. Doch das Budget ist knapp.

Brandrede im Nieselregen

Kalter Nieselregen am Geißbockheim. Die Spieler des 1. FC Köln werden von Trainer Baumgart eine Stunde lang durch das feuchte Wetter gescheucht, ehe er sich den Fragen der Journalisten stellt. Die Stimmung beim 51-Jährigen ist trotz des Sieges gegen den SV Darmstadt 98 am Freitagabend (1:0) angeknackst. Baumgart fand klare Worte zur Kölner Transferpolitik und äußerte den Wunsch nach Verstärkung im Winter.

„Wenn kein Geld da ist, muss welches besorgt werden. Es muss möglich sein, anders zu agieren als das, was wir momentan machen“, sagte der gebürtige Rostocker am Dienstag: „Wir haben in den letzten drei Sommern genug wichtige Spieler abgegeben und abgeben müssen.“ Im vergangenen Sommer verlor der 1. FC Köln mit Kapitän Jonas Hector (beendete Karriere) und Ellyes Skhiri (ablösefrei zu Eintracht Frankfurt) zwei Stammspieler. Im Jahr zuvor verließen die Leistungsträger Anthony Modeste und Salih Özcan (beide zum BVB) den Verein.

Baumgart kritisiert Sparkurs

„Ich habe vor drei Jahren gesagt: Ich will mit diesem Klub was erreichen“, so Baumgart, der seit 2021 am Rhein tätig ist. Für ihn könne es nicht das Ziel sein, „jedes Jahr Substanz zu verlieren und dann immer wieder gegen den Berg anzulaufen. Das funktioniert auf Dauer nicht. Also müssen wir Lösungen finden.“ Der 1. FC Köln steht in der Bundesliga derzeit auf Tabellenplatz 15. „Es ist sehr wichtig. Ich möchte mich gerne über Verstärkung unterhalten im Winter, die sind notwendig und wichtig.“

Seit Beginn seines Engagements hat der Bundesligist deutlich mehr durch Spielerverkäufe eingenommen, als selbst für Neuzugänge ausgegeben. In Zahlen: rund 39 Millionen Euro flossen in die Kassen, lediglich knapp zehn Millionen Euro wurden auf den Tisch gelegt. Baumgart kritisierte den Sparkurs und die Transferpolitik des Klubs scharf: „Wir haben uns finanziell besser aufgestellt, aber als Trainer muss ich auch sagen, dass in den letzten Jahren acht Stammspieler gegangen sind.“

FC-Trainer gegen Ljubicic-Verkauf

Dabei appellierte er auch für Neuzugänge: „Wenn wir den Verein dahin bringen wollen, wohin er gehört – und das ist nicht das Tabellenende – dann müssen wir umdenken. Wir dürfen nicht unsere besten Spieler abgeben, sondern müssen zu diesen Spielern sehr gute Jungs hinzuholen. Deswegen möchte ich nicht, dass Dejan Ljubicic im Winter geht.“ Baumgart sprach sich damit deutlich gegen den Verkauf des Österreichers aus, der dem Verein eine Ablöse einbringen – und FC-Geschäftsführer Christian Keller so den finanziellen Spielraum für neue Verpflichtungen verschaffen – könnte. Im Fokus steht ein neuer Stürmer.

Baumgart ist jedoch kein Freund der Idee: „Wenn man die besten Spieler abgeben muss, um uns dann zu verstärken. Wo ist da die Verstärkung?“, betonte er. „Ich gebe ja nicht den besten Motor ab und will dann ein Formel-1-Rennen gewinnen.“ Der Coach ist sich den finanziellen Bedenken des Vereins bewusst, aber „rede nur aus sportlicher Sicht.“ Ein Ljubicic-Verkauf wäre aus dieser schmerzhaft. „Wir kommen in eine Situation, wo es nicht sein darf, dass wir unsere besten Spieler abgeben, um uns dann zu verstärken. Trotzdem müssen wir gucken, dass im Winter Verstärkungen kommen.“

Eine klare, aber schwierige Aufgabe für Christian Keller. Neue Transfers, die dem Verein auf Anhieb weiterhelfen können, werden ohne Budget nur schwer zu realisieren sein. Für den kommenden Winter sind laut „Kicker“ auch keine Abgänge geplant.

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