1. FC Köln

Tor des Jahres? Kwasniok schwärmt über Ache-Fallrückzieher

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Der 1. FC Köln erkämpfte sich ein 2:2-Unentschieden gegen Champions-League-Aspirant TSG Hoffenheim. Stürmer Ragnar Ache hatte daran einen maßgeblichen Anteil, als er die Kölner mit einem Traumtor in Führung brachte.

Beim Tor des Jahres geht es „nur noch um Platz 2“

Es war ein Tor wie ein Gedicht. Der sehenswerte Fallrückzieher von Ragnar Ache zum frühen 1:0 des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim weckte Erinnerungen an glorreiche Treffer der Vergangenheit. Seien es das „Tor des Jahrhunderts“ von Ex-Kölner Klaus Fischer oder das legendäre Kunststück eines Weltstars aus dem Jahr 2018. „Das ist ähnlich wie Cristiano Ronaldo damals – wie er da in der Luft steht“, verglich Linton Maina den Treffer seines Mannschaftskollegen. „Das Beste, was ich gesehen habe. Ich glaube nicht, dass da dieses Jahr noch viel Besseres kommt“, staunte der Offensivspieler.

Auch Lukas Kwasniok ist überzeugt, dass das deutsche Fußballjahr 2026 nach nur acht Wochen sein schönstes Tor gefunden haben könnte. „Es geht bei der Wahl zum Tor des Jahres nur noch um Platz 2“, schwärmte der FC-Coach nach dem Spiel. Das Tor sei jedoch mehr als nur eine schöne Momentaufnahme. Für Ache ist es die Belohnung für seine bisherige Saison, betonte Kwasniok: „Dass er so in der Luft liegen konnte, hängt damit zusammen, dass er seit Monaten extrem hart arbeitet.“

Ache: Ein solches Traumtor „kann man nicht trainieren“

So ein Tor könne nicht trainiert werden. „Aber sich aufzuopfern und sich physisch dahin zu bringen, das schon“, lobte der 44-Jährige. Ache hat in Köln aber auch abseits des spektakulären Tores bislang überzeugt. Der Stürmer, der letzten Sommer in die Domstadt wechselte, ist erstmals Stammspieler in der Bundesliga. Nachdem sein Körper ihm in den letzten Jahren oft im Stich gelassen hatte, konnte der 27-Jährige mit fünf Saisontreffern endlich sein Können unter Beweis stellen.

Wenngleich auch er zugeben musste, dass sein letztes Tor eine gehörige Portion Glück brauchte. „Das kann man nicht trainieren“, sagte Ache über seinen Fallrückzieher, der ihm wohl nicht immer gelingen dürfte: „Entweder man hat so einen Tag, oder man hat ihn nicht.“ Viel Zeit zum Nachdenken hatte er nicht. „Es ging alles so schnell. Ich habe den Ball getroffen, bin runter gefallen und habe ein bisschen nach hinten geguckt. Dabei habe ich gesehen, dass der Ball relativ gut fliegt. Dann bin ich aufgekommen und habe das Stadion gehört, habe noch mal nach hinten geschaut und gesehen, dass der Ball im Tor ist“, so Ache.

Nach zwei Niederlagen in Folge: Köln kann aufatmen

Schon beim Abschluss wusste er, dass es eine „Fünfzig-Fünfzig-Situation“ sein würde. „Geht der Ball rein, sieht es top aus, geht er daneben, lacht das ganze Stadion“, beschrieb er nach dem Spiel. Während ihn sein Trainer als „König der Lüfte“ feierte, kommentierte Mitspieler Joel Schmied das Traumtor mit einem Seitenhieb. „Unter der Woche kann er sich kaum bewegen und dann haut er so ein Ding raus“, stichelte der Verteidiger.

Die tapferen Kölner können nach dem 2:2 gegen den Tabellendritten Hoffenheim nach schwierigen Wochen wieder etwas durchatmen. Durch die Punkteteilung ist der Effzeh weiter auf Tabellenplatz 12 und vorerst sieben Zähler von einem direkten Abstiegsplatz entfernt. Am kommenden Freitag geht es für die Geißböcke beim FC Augsburg weiter.

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