1. FC Nürnberg

Pinola vor Club-Rückkehr? – „Palikuca hat sich gemeldet“

Mit seinem Abschied waren in Nürnberg nur die Allerwenigsten einverstanden. Doch nach acht Jahren schien für Javier Horacio Pinola im Sommer 2015 endgültig Schluss zu sein. Sein auslaufender Vertrag wurde nicht verlängert, der damals 32-Jährige galt den damaligen Club-Verantwortlichen als zu alt und zu langsam. Nach zehn Jahren in Europa kehrte der Argentinier gekränkt in seine Heimat zurück. Dort erlebte Pinola einen Spätherbst seiner Karriere, wie er ihn sich wohl besser kaum hätte ausmalen können. Nun macht Nürnbergs neuer Sportvorstand die Tür für eine ersehnte Rückkehr Pinolas weit auf.

Korrigiert Palikuca nun Bornemann?

Angesprochen auf ein Club-Comeback Pinolas sagte Robert Palikuca unlängst zur „BILD“: „Warum nicht? Auch in Düsseldorf war es mir immer sehr wichtig, verdienten und beliebten Führungsspielern am Ende einer Karierre noch einmal einen Vertrag für die U23 anzubieten, damit sie dort mit ihrer Erfahrung auch den jungen Spielern den Profieinstieg erleichtern.“ Die Aussagen von Palikuca sind wie Musik in den Ohren des Defensivmanns. Mit Palikucas Vorgänger Andreas Bornemann kam Pinola nie auf einen gemeinsamen Nenner. „Er hat gesagt,, dass ich als Identifikationsfigur wichtig bin. Das hat er aber wohl nur der Presse erzählt. Bei mir hat er sich nie gemeldet“, wütete er bei „Sport1“. Er habe Bornemann, mitttlerweile beim FC St. Pauli, „100 mal geschrieben, es kam keine Antwort.“ Dabei hatte der langjährige Publikumsliebling dem Club erst im Januar eine Liebeserklärung gemacht.

Pinola: „Liebe Stadt und Verein so sehr“

„Es wäre ein großer Traum für mich, meine Laufbahn in Nürnberg zu beenden“, erklärte er da gegenüber „BILD. „Egal, ob in der ersten oder zweiten Mannschaft. Ich liebe diese Stadt und diesen Verein einfach so sehr.“ Dabei hat der Routinier seit seinem Abgang bei aller Bostalgie auch sportliche Argumente gesammelt. Der mittlerweile 36-Jährige ist unumstrittener Stammspieler bei River Plate und gewann erst im letzten Dezember die Copa Libertadores. Seine starken Leistungen haben ihm sogar zum Comeback in Argentiniens Nationalteam verholfen. „Einen Spieler wie Javier Pinola wieder im Verein zu integrieren, wäre für alle Seiten sicher ein Gewinn“, weiß Palikuca.

Club-Legende verweist auf Vertrag

Laut Pinola hat er „sich bereits bei mir gemeldet und für die nächsten Tage ein längeres Telefonat angekündigt.“ Der Pokalheld von 2007 hatte die Worte des 40-Jährigen zuvor mit großem Wohlwollen vernommen. „Ich habe mich über seine jüngsten Aussagen sehr gefreut.“ Pinola würde sich „riesig freuen, wenn wir eine gemeinsame Lösung finden.“ Schließlich hat „sich nichts daran geändert, dass ich mit meiner Familie nach Nürnberg zurückkehren und dort meine Karriere beenden will“, stellt er klar.

Der Mann, der in seinen zehn Club-Jahren 203 Erstliga- und 58 Zweitliga-Spiele bestritten hat, bekräftigt: „Es war und ist mein Traum, wieder ein Teil der Club-Familie zu werden.“ Doch der aktuelle Kapitän von River Plate sagt auch: „Ich will erst das Gespräch mit Robert Palikuca abwarten und zuhören, was er mit mir vorhat. Aber prinzipiell habe ich hier noch Vertrag und würde diesen gerne auch erfüllen.“

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