Bundesliga

Aytekin erklärt sich: Drei Elfmeter-Entscheidungen im Rhein-Derby

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Deniz Aytekin stand beim Rheinischen Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln im Mittelpunkt: Gleich dreimal entschied der erfahrene Schiedsrichter auf Elfmeter. Zweimal nach VAR-Hinweis, einmal aus eigener Sicht. Nach dem Spiel zeigte sich Aytekin selbstkritisch und reflektiert.

Die drei Szenen im Überblick

Die erste Szene in der 44. Minute betraf Franck Honorat, der nach einem Kontakt mit Kristoffer Lund zu Boden ging. Aytekin ließ zunächst weiterspielen, erkannte aber nach VAR-Bildern einen klaren Knietreffer: „Im Oberkörperbereich ist es kein Elfmeter, aber unten ist halt der Kontakt“, erklärte er.

Auch beim zweiten Strafstoß in der 60. Minute war Lund der Auslöser, diesmal durch ein strafbares Handspiel. Aytekin hatte keine freie Sicht, der VAR meldete sich erneut. „Es sieht sehr unglücklich aus“, kommentierte Aytekin die Armbewegung des Kölners. „Am Ende des Tages ist es ein Handspiel. Wenn wir den nicht geben, diskutieren wir genauso umgekehrt.“

Der dritte Elfmeter in der Nachspielzeit erfolgte ohne VAR-Eingriff: Lukas Ullrich hatte Ragnar Ache vor einem Kopfball – dieser ging direkt zu Boden – leicht geschoben. Aytekin räumte ein: „Es ist ein harter Elfmeter. Ich weiß nicht, ob ich den bei 0:0 gebe.“

Eine vierte potenzielle Elfmeter-Szene – Kevon Diks schnappte sich den Ball vor dem Kölner Isak Bergmann Johannesson, bevor es zu einem Kontakt kam – blieb ohne Pfiff, endete aber mit Gelben Karten für Diks, Ragnar Ache und Sebastian Sebulonsen nach einer hitzigen Rudelbildung.

Aytekin: „Ich ärgere mich“

Insgesamt zeigte sich der 47-Jährige selbstkritisch: „Ich ärgere mich, weil ich diese Sachen alle selber sehen will. Dafür ist man Schiedsrichter und man will auf dem Platz die richtige Entscheidung treffen.“ Er lobte die Unterstützung des VAR-Teams. Man könne deswegen „nicht nach Hause und denken uns, na toll, alles war super“. Stattdessen muss analysiert werden: „Können wir es anders machen? Hätten wir es anders sehen können? Da waren heute einige Situationen, bei denen ich sagen muss, ich bin dankbar, dass es den Video-Assistenten gibt.“

Zudem betonte er, dass moderne Fußball-Schiedsrichter mit enormer technischer Ausstattung arbeiten. Man hat „gefühlt zehn Kilo Technologie am Körper“.

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