Bayer 04 Leverkusen

Havertz-Gala auf der Zehnerposition – Amiri und Demirbay als Konkurrenten?

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Das Jahr beginnt für Peter Bosz mit einigen Rückschlägen. Während der Vorbereitung auf die Rückrunde stellte sich nicht nur heraus, dass Neuzugang Exequiel Palacios für drei Spiele gesperrt sein wird. Auch Spielmacher Charles Aranguiz fällt mit einem Muskelfaserriss in der Wade für mehrere Wochen aus. Damit ist das Personal für den Rückrundenstart gegen den SC Paderborn am Sonntag in einer Woche im Mittelfeld dezimiert. Nachdem Kai Havertz im Vergleich zu seiner letzten Saison einen Leistungseinbruch erlebt, könnte durch die Ausfälle eine Rückkehr auf die Zehnerposition anstehen.

Palacios und Aranguiz zur Rückrunde außen vor

Zunächst hatte Peter Bosz angekündigt, dass man dem 17 Millionen Euro Transfer Exequiel Palacios die benötigte Zeit geben wolle, um sich an die Bundesliga zu gewöhnen. Mit einem Vertrag bis 2025 plant man langfristig mit dem Argentinier. Doch der Ausfall von Charles Aranguiz im Mittelfeld hätte zu früheren Einsätzen für Palacios führen können als gedacht. „Er hat hart gespielt, aber nicht nur gut verteidigt, sondern auch in Ballbesitz gezeigt, dass er ein guter Spieler ist“, äußerte sich der Niederländer nach dem Test gegen St. Gallen bei „BILD“ über den Neuzugang.

Doch durch seinen Platzverweis nach einer Tätlichkeit im letzten Ligaspiel für River Plate sperrte der DFB den Neuankömmling für drei Spiele. Damit hat Bosz eine limitierte Auswahl im Mittelfeld für die ersten Ligaspiele.

Demirbay mit neuer Chance? Bosz testet Amiri auf der Sechs

Davon profitieren könnte Kerem Demirbay. Der Neuzugang aus dem Sommer, für den Leverkusen 32 Millionen Euro an die TSG Hoffenheim zahlte, erwies sich in der Hinrunde als enttäuschend. Nur neun Startelfeinsätze verbuchte der 26-Jährige, der die Hoffnungen als Ersatz für Julian Brandt nicht erfüllen konnte. Mit dem Ausfall von Aranguiz und der Sperre von Palacios könnte zumindest für die ersten Spiele der Rückrunde sein Platz neben Julian Baumgartlinger auf der Sechserposition gesichert sein.

Im bisher erfolgreichsten 4-3-3 System könnte er eine neue Chance erhalten, als Bindungsspieler zwischen Defensive und Offensive zu agieren. Im Testspiel gegen den FC Utrecht übernahm diese Rolle jedoch zunächst Nadiem Amiri. Bosz begründete diese Maßnahme nach dem Spiel: „Das habe ich gemacht, weil Kerem am Wochenanfang das Fußball-Konditions-Training nicht mitmachen konnte, weil er verletzt war.“

Havertz auf der Zehn gegen Utrecht mit zwei Toren

Mit Amiri, Demirbay, Baumgartlinger und Kai Havertz stehen Bosz vier Spieler zur Verfügung für die drei Mittelfeldpositionen. Dabei könnte Havertz, dessen Hinrunde nicht der letzten Saison entsprach, wieder durchgehend seine alte Position übernehmen. Zuletzt fand sich der deutsche Nationalspieler oft auf der rechten Außenbahn wieder. Im Test gegen den FC Utrecht spielte Havertz auf der Zehn und lieferte ab.

„Er war überall beteiligt, ist sehr viel gelaufen. Das war wieder der Kai wie wir ihn alle kennen“, schwärmte Bosz über seinen Schützling. Zwar konnte Leverkusen trotz zweier Toren von Havertz die 3:4-Niederlage nicht abwenden. Dennoch zeigte der 21-Jährige ein grandioses Spiel. Damit würden Amiri und Demirbay um die defensivere Mittelfeldposition hinter Havertz konkurrieren.

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